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Gedenken & Erinnern

Öffentliches Gedenken und Geschichtswahrnehmung sind eng mit Erinnerungskultur und ihren Ausdrucksformen verbunden. Dabei nehmen die Auseinandersetzung mit staatlicher Verfolgung und die Aufarbeitung der Schicksale verschiedener Opfergruppen einen besonderen Platz im gesellschaftlichen Bewusstsein ein. Gedenk- und Erinnerungsorte machen das bemerkenswert und dauerhaft sichtbar. In Neubrandenburg gibt es verschiedene Gedenkorte, deren Auffinden und Wahrnehmen ein - chronologisch, in fünf Abschnitte gegliedertes - Faltblatt unterstützt. Gedenktafeln, Denkmale, Stolpersteine, gestaltete Grabstätten und Lehrpfade erinnern im Stadtbild an Personen, Ereignisse und deren Wirkung in der lokalen Geschichte.

Gedenkorte für die lokale Geschichte bis 1918

1 Gedenkplatte für die Opfer des 30jährigen Krieges

(Friedländer-Tor-Anlage)
Erinnerungstafel für die Opfer der Belagerung des kaiserlichen Generals Tilly und seiner Landsknechte unter der Bevölkerung und den schwedischen Besatzern 1631

Die Stadt Neubrandenburg musste einige Jahre nach dem Krieg Konkurs anmelden.
1909 brachten die Bürger der Stadt die Marmortafel an.
Die Inschrift lautet:
Am 9. März 1631 starb hier Kapitän Pflug mit einem teil der schwedischen Besatzung den Heldentod bei Erstürmung der Stadt durch Tilly. Der schönste Tod in dieser Welt stirbt wer als Held Getreu für gute Sache fällt.

Die gefallenen Soldaten der kriegerischen Auseinandersetzung von 1631 bestattete man in einem Massengrab, welches Anfang der 90er Jahre des 20. Jh. unmittelbar südlich des Vortores entdeckt wurde.
Nach Eroberung der Stadt durch die kaiserlichen Truppen unter General Tilly erlitt Neubrandenburg ein fürchterliches Blutbad.

Literatur:
Ahlers, Wilhelm
Historisch-topographische Skizzen aus der Vorzeit der Vorderstadt Neubrandenburg, Neubrandenburg 1876 (Reprint 1995), S. 44
Boll, Franz
Chronik der Vorderstadt Neubrandenburg. 1875
Canzler, Gerhard
„ Wir (werden) bedacht sein …“ {Stichwort: Dodo von Knyphausen}
in: Neubrandenburger Mosaik 34, 2010, S. 4-23
Jungklaus, Bettina; Prehn, Burkhard
Ein Soldatenmassengrab.
in: Neubrandenburger Mosaik 35, 2011, S. 10-34
Maubach, Peter
Neubrandenburg – so wie es war, Düsseldorf 1997

Voß, Rolf
Mittelalterliche Wehranlage Neubrandenburg, Themenheft, 2009, S. 19 ff.

2 Grabanlage für Opfer des 1. Weltkrieges

(Neuer Friedhof)
Umbettung der Soldatengräber aus dem 1. Weltkrieg nach 1922 und Schaffung einer würdigen Gedenkanlage

Laut Ratsprotokoll 211 von 1919 verpflichtet sich die Stadt zur Pflege der Kriegsgräber auf dem ‚Feldfriedhof‘.
Vermutlich wurden die Soldatengräber aus dem 1. Weltkrieg nach 1922 umgebettet und eine würdige Gedenkanlage geschaffen.

Literatur:
+ Krüger, Dieter
Das Militär in Mecklenburg-Strelitz von den Anfängen bis zum Abzug der sowjetischen Besatzungsmacht im Jahr 1993
in: Mecklenburg-Strelitz, Beiträge zur Geschichte einer Region, Friedland 2001, S. 430-444
+ Maubach, Peter
Neubrandenburg im 1. Weltkrieg (August 12914 bis November 1918) – Eine Zeitungsschau
in: Neubrandenburger Mosaik 1993, S. 129-191

3 Stein für die Gefallenen im 1. Weltkrieg

(nordwestlich vor dem Jahn-Stadion)
Denkmal für die gefallenen Turnbrüder 1914-18
Die Mitglieder der beiden Männerturnvereine der Stadt Neubrandenburg stellten sich im Frühjahr 1921 die Aufgabe, zu Ehren ihrer im ersten Weltkrieg gefallenen Turnbrüder einen Gedenkstein auf dem neuen Turn- und Sportplatz aufzustellen.

Ein dafür geeigneter Stein wurde in der Sandgrube der Brodaer Feldmark aufgefunden. Der aus grauem Granit bestehende Findling wiegt ca. 4 T.
Als schwierig erwies sich der Transport vom Lagerplatz bis zur Straße. Den weiteren Transport übernahm der Bahnspediteur Gütschow. Der von acht Pferden gezogene schwere Rollwagen erreichte problemlos die Stadt. Auf dem Promenadenweg zum Badehaus gab das Erdreich nach und die Räder sanken ein. Am nächsten Morgen wurde der Stein an Ort und Stelle versetzt.
Die Finanzierung erfolgte durch die kostenlose Mitarbeit der Vereinsmitglieder beim Transport und Aufstellung sowie eines gemeinsamen Turnabends im Konzerthaus. Auch der Gesangsverein ‚Arion‘ und die ‘Vereinigung der Neubrandenburger Berufsmusiker‘ stellten sich in diesen Dienst. Die Teilnahme konnte aber nicht befriedigen und die Neubrandenburger Zeitung nahm folgende Wertung vor: „ … doch wies der Saal eine gähnende Leere auf, selbst die Mehrzahl der Angehörigen der Gefallenen, deren Ehrung allein doch die Aufführenden ihre Kräfte weihten, glänzten durch Abwesenheit. Ein Grund für den schwachen Besuch der Veranstaltung mag wohl auch der Umstand gewesen sein, das dieselbe, deren Charakter ja in gewissem Sinn der einer Totenfeier war, nicht mit einem trivitalen Tanzvergnügen abschloss. Dann wäre der Besuch sicherlich ein besserer gewesen.“
Zur Einweihung fand an beiden Pfingsttagen ein turn- und Sportfest statt. Der Einladung waren zahlreiche Vereine aus der näheren Umgebung, Pommern, der Mark und aus Kiel gefolgt. Am Pfingstsonntag erfolgte die Enthüllung des Steines. Herr Pastor Glorius hielt die Rede auf die im Weltkrieg gefallenen Turnbrüder und im Anschluss legten Vertreter der Vereine Kränze am Denkmal nieder. Die Feier schloss mit den Liedern „Deutschland, Deutschland über alles“ und „Ich hatt‘ einen Kameraden“.

Inschrift:
EN IM WELTKRIEG 1914 – 1918
GEFALLENEN
Neubrandenburger TURNBRÜDERN
ZUM GEDÄCHTNIS

Neben den sportlichen Leistungsvergleichen gab es u.a. Darbietungen des bekannten Reuterrezitators Sternberg, des Gesangsvereins ‚Arion‘, Freiübungen der Damenriege des Turnvereins Jahn und des Kieler Männerturnvereins 1844 u.a.
Nach Beendigung der Wettkämpfe fanden abends in allen Sälen Tanzbälle statt. Die Siegerehrung erfolgte im Tivoli. Eine besondere leistung vollbrachte der Kieler Sportler Schümann. Er stellte mit 3,65 m im Stabhochsprung einen neuen deutschen Rekord auf.

Heute befindet sich der Gedenkstein auf dem Gelände des Jahnstadions am Badeweg.

4 Stein für vier im 1. Weltkrieg Gefallene

Stein für vier im 1. Weltkrieg Gefallene (Schützen Am Hang)

Erinnerungsstein der Neubrandenburger Schützenzunft, der für die gefallenen Neubrandenburger Schützen des 1. Weltkrieges in Eigeninitiative errichtet wurde.

Nähere Umstaände sidn nicht bekannt. heute befindet sich der Gedenkstein auf dem Gelände der Tollense-Schützenzunft Neubrandenburg 1700 e.V. Dorthin wurde er in den 1990er Jahren mit Genehmigung der Stadt vom Straßenrand versetzt.

Der Stein hat die Inschrift:
1914 – 1918
Auf dem Felde der Ehre
starben folgende Schützenbrüder der Schützenzunft
Neubrandenburg

C. Philipp 4.9.1914
F. Fust 30.7.1916
F. Carow 5.2.1916

Mittwochschießverein

E. Gaerth 9.12.1914

Gedenkorte der Weimarer Republik 1918 - 1933

5 Gedenkplatte für Hans Arno Eckelmann

H.A. Eckelmann wurde hier 1924 von einer Polizeistreife angeschossen und verstarb drei Tage später

Am 6. Mai 1956 wurde an dem Wohn- und Geschäftshaus Wartlaustraße 4 in der gerade neuerbauten Innenstadt mit einem feierlichen Akt die Gedenktafel für Hans-Arnold Eckelmann, genannt Harry, der Rote Soldat, eingeweiht. Sie wurde gestiftet durch die Pionierfreundschaft der POS 1.

Harry, Mitglied der KPD, stammte aus Sachsen und war, da von der Polizei wegen Beteiligung an einem Fehmemord gesucht, in Mecklenburg in den Untergrund gegangen. Am 6. Mai 1924 nahm er mit anderen Genossen an einem geheimen Treffen führender Kommunisten in einer Neubrandenburger Wohnung teil. Die Polizei bekam Kenntnis von diesem Treffen und umstellte das Haus. Eckelmann floh und wurde von einem Polizisten in der Wartlaustraße angeschossen. Am 9. Mai erlag er im Krankenhaus seinen Verletzungen ohne seine Identität und die seiner Genossen preiszugeben. Seine Beisetzung auf dem Neuen Friedhof, sein Grab ist noch vorhanden und steht unter Denkmalschutz, wurde zu einer politischen Kundgebung und in den Folgejahren wurde Harry zum Märtyrer der Arbeiterbewegung in Mecklenburg. Hiervon zeugte unter anderem eine große Harry-Gedächtnisfeier am 10. Mai 1925 in Neubrandenburg. Dies wurde als Tradition nach dem 2. Weltkrieg in der DDR wieder aufgenommen. Ein Kampfgruppenbataillion, eine Kaserne in Neubrandenburg und die Schule im benachbarten Sponholz und die Pionierfreundschaft der POS 1 in Neubrandenburg trugen unter anderem seinen Namen.
Die Gedenktafel ist aus Marmor in den Maßen von 40 x 60 cm. Unterhalb der Tafel wurde nachträglich ein Lorbeerkranz aus Sandstein angebracht.

Die Tafel wurde 1997 von unbekannten Tätern entwendet und musste durch eine originalgetreue Kopie ersetzt werden.

6 Denkmal "Kleiner Trompeter"

(südöstlich hinter dem Neuen Friedhof)
Das Monument erinnert an Fritz Weineck, Trompeter im Spielmannszug des Roten Frontkämpferbundes, der 1925 durch diePolizei ermordet wurde.

Das Denkmal „Der Kleine Trompeter“ wurde am 1. Mai 1974 übergeben. Künstler ist Karl Rätsch aus Lychen, geb. 1935. Das Werk ist aus Beton, 7,5 Meter lang und ca. 2 Meter hoch auf einem abgewinkelten Betonsockel. In der Mitte ist reliefartig ein fallender Mensch mit einer Trompete zu erkennen. Dieser stellt Friedrich August Weineck, besser bekannt als Fritz Weineck dar.

Dieser, geb. 1897 in Halle, war von Beruf Bürstenbinder und Hornist im Roten Frontkämpferbund. Während einer Wahlveranstaltung in Bitterfeld mit dem Vorsitzenden der KPD, Ernst Thälmann am 13. März 1925, dem so genannten Blutfreitag, wurde er bei der gewaltsamen Auflösung der Versammlung durch die Polizei erschossen. Seine Beerdigung zusammen mit neun weiteren Opfern war eine politische Massendemonstration.
Der Tod von Weineck wurde durch die Kommunistische Partei propagandistisch genutzt, zum Beispiel entstand das Lied „Der Kleine Trompeter“, das sich in den 1920er Jahren wie auch später in der DDR großer, wenn auch politisch motivierter Popularität erfreute. Straßen, Schulen, Betriebe wurden nach ihm benannt, sogar eine Armeeeinheit und ein FDGB-Ferienheim, es gab Denkmale, Bücher, Filme und sogar Briefmarken.

Das Neubrandenburger Denkmal hatte seinen ursprünglichen Standort am F.-Engels-Ring zwischen der Sparkasse (Löwenvilla) und dem Gebäude der SED-Bezirks- und Kreisleitung, dem heutigen Rathaus. Wegen eines Anbaus an die Sparkasse musste es versetzt werden und hat heute seinen Platz an der Südseite des Neuen Friedhofs an der Oststadt.

Gedenkorte für die Opfer des Nationalsozialismus 1933 - 1945

7 Synagogenplatz

(Poststraße)
Standort der ehemaligen Synagoge, die in der Pogromnacht 9./10. November 1938 zerstört wurde.

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8 Isidor-Heine-Gedenkplatte

(Friedrich-Engels-Ring 29)
Standort des ehemaligen Wohnhauses von Isidor Heine, letzter Vorsteher der jüdischen Gemeinde Neubrandenburg.

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9 Soldatengrabanlage 2. Weltkrieg

(Neuer Friedhof)

Auf der Fläche der nach den Plänen des Landschaftsarchitekten Georg Hannig (1872 – 1934) vorgesehenen Kriegsgräberstätte auf dem Neuen Friedhof (siehe auch Gedenkort Nr.2) fand im Juli 1940 die erste Beerdigung eines gefallenen Soldaten des 2. Weltkrieges statt. In den Folgejahren des Krieges fanden hier bis 1945 zahlreiche Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft ihre letzte Ruhestätte. Gräber von insgesamt 545 namentlich bekannten Soldaten, Fremdarbeitern und zivilen Opfer sowie weiteren 29 unbekannten Kriegstoten befinden sich auf der Fläche der ca. 8.000 m² großen Gedenkanlage. Erwähnt werden weiterhin 59 Hamburger Opfer der Bombennacht vom 27. Juli 1943, über die bisher keine exakten Namenslisten aufgefunden wurden, die in Neubrandenburg im Lazarett lagen, an ihren Verletzungen starben und ihre letzte Ruhestätte auf dem Neuen Friedhof fanden. Die Krieggräberstätte auf der Westseite des Friedhofes ist durch seine Hanglage geprägt. Im oberen Bereich der Gedenkanlage steht ein Rondell mit Pyramideneichen. Von dort aus besteht ein weitläufiger Ausblick auf die Gedenkstätte und die Stadt.

Im Jahre 1982 wurde der Soldatenfriedhof insgesamt in eine symbolische Grabanlage umgestaltet, wobei nur die Grabkreuze, nicht aber die Lage der Gräber, verändert wurden.
2005 fand eine umfassende Neugestaltung des Soldatenfriedhofes statt. Alte Grabmale wurden erneuert und neue Granitgrabkreuze mit Namensnennung an authentischer Grabstätte ergänzt. Bronzetafeln am Rondell erinnern an namentlich bekannte und unbekannte Kriegstote. Zur Erhöhung des Gedenkstättencharakters und des Mahngedenkens wurden zusätzlich drei Symbolkreuzgruppen installiert. Ein Hochkreuz aus Stahl markiert nun den Mittelpunkt eines Platzes, auf dem die Gedenkfeierlichkeiten stattfinden.

10 Mahn- und Gedenkstätte Fünfeichen (bis 1945)

(Fünfeichen)

Massengräberfeld für über 5000 tote sowjetische Kriegsgefangene des Stammlagers II A und des Offizierslagers II E (1939–1945) sowie Grabanlage für ca. 500 Tote der Alliierten

Literatur:

+ Albert Bockstael Malerei – Ein ehemaliger belgischer Kriegsgefangener

Schriftenreihe des Regionalmuseum Neubrandenburg, Heft 40, NB 2009

+ Szczesiak, Rainer

Nationalsozialistische Zwangslager im Raum Neubrandenburg

Schriftenreihe des Regionalmuseums Neubrandenburg, Heft 41, NB 2009

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11 Lazarett-Friedhof

(Gelände der Panzerkasernen, Weg am Hang)
Begräbnisplatz für 53 Tote des zweiten Weltkriegs.

Begräbnisplatz in Nähe des ehemaligen Deutschen Militärhospitals der Panzerkaserne am Hang. Auf dem ca. 800 m² großen Gräberfeld ruhen Opfer der 2. Weltkrieges, die als Militärangehörige oder Zivilpersonen im Lazarett der damaligen Panzerkaserne zum Ende des 2. Weltkrieges 1945 verstorben sind. Nach Durchführung von Suchgrabungen 1995 und Sichtung der Friedhofsunterlagen sind Grabstellen von 11 namentlich bekannten männlichen und einer weiblichen Verstorbenen sowie Grabstellen von 31 weiteren unbekannten Kriegstoten nachgewiesen worden. 1997/98 wurde die Friedhofsanlage umfassend rekonstruiert, eingefriedet und gestaltet. Auf Bronzetafeln sind die Namen der Verstorbenen und die Anzahl der unbekannten Toten, flankiert von Symbolkreuzen aus Granit, zum gemeinsamen Gedenken genannt. Ein Rundweg mit Sitzplatz an einem hölzernen Hochkreuz lädt zum Verweilen ein.

12 Friedhof der an Typhus Verstorbenen

(Tannenkrug, Am Gartenbau)
Ruhestätte für ungefähr 200 Opfer der Typhusseuche nach Ende des 2. Weltkrieges.

Die Begräbnisstätte entstand im Jahre 1945 als in der Nähe eine Krankenstation für ansteckende Krankheiten einrichtet wurde (im ehemaligen Gasthaus Tannenkrug und in dessen Nebengebäuden). Für die hier verstorbenen Patienten richtete man diesen Friedhof ein, der sich heute in den Landeswald am Rande des Wohngebietes Tannenkrug einfügt. Wahrscheinlich etwa 200 verstorbene Patienten der Seucheneinrichtung wurden auf den ca. 500 m² großen Friedhof beigesetzt, von denen bislang nur 10 namentlich bekannt sind. Vereinzelnde Grabsteine zeugen von der Lage und Existenz der Einzelgräber. 1998 wurde die Friedhofsanlage in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde eingefriedet und instandgesetzt.

13 Ehrenmal für die Gefallenen der Roten Armee

(Neuer Friedhof)
Grabanlage für 261 Tote der Roten Armee.

1958 wurde auf der Mittelachse des Neuen Friedhofs eine Gedenkstätte für die gefallenen sowjetischen Soldaten errichtet. In der Stadt gab es mehrere Ehrenfriedhöfe für Soldaten der Roten Armee, so an der Stargarder Straße beim Fritz-Reuter-Denkmal, am Karpfenteich und am Harry-Platz. Von diesen wurden die Gräber schrittweise auf die Gedenkstätte auf dem Neuen Friedhof umgebettet.

Am Nordende des Ehrenmals wurde die Bronzeskulptur „Trauernde Mutter“ von Rene Graetz aufgestellt. Am Südende stand die Plastik „Rote Armee“ von Karl Rätsch, die aber nicht mehr existiert.
Parallel zur Errichtung des benachbarten Ehrenmals für die Kämpfer gegen Reaktion und Faschismus wurde auch das sowjetische Ehrenmal durch den Bildhauer Arnd Wittig, Günter Hertsch als Architekten und den Diplomgärtner Horst Ader neu gestaltet.

Am 9. Mai 1975 wurde das neue Ehrenmal eingeweiht.

Es stellt sich dar als ca. 8 Meter hoher Betonpylon mit dreiseitigen Reliefdarstellungen sowjetischer Soldaten und drei Granittafeln mit der Inschrift RUHM UND EHRE DEN HELDEN DER SOWJETARMEE auf Russisch und Deutsch.
Vor dem Ehrenmal befand sich eine „Ewige Flamme“, die aber wegen desolatem Zustand nach 1990 entfernt werden musste.
Nördlich befinden sich längst der Mittelachse des Friedhofs fünf liegende Betonkuben mit den Jahreszahlen 1941 – 1945 und daran anschließend rechts und links Kuben mit Inschriften für 360 gefallenen Sowjetsoldaten, viele davon unbekannt.
Den nördlichen Abschluss bildet die „Trauernde Mutter“ von Rene Graetz.

14 Soldatenfriehof - Opfer des 2. Weltkrieges

(Weitin)
Ruhestätte für drei tote deutsche Soldaten in Einzelgräbern und 13 Tote in Massengräbern.

Der Soldatenfriedhof ist Bestandteil des Ortsteilfriedhofes in Weitin. Der Friedhof ist Ruhestätte für 3 deutsche Soldaten in Einzelgräbern und 13 Toten in Sammelgräbern, die während der Kriegshandlungen im 2. Weltkrieg in und um Weitin verstorben sind. Ab 1998 wurde die Fläche der Ruhestätte gärtnerisch gestaltet und ein Holzkreuz aufgestellt sowie im Jahre 2001 ein Gedenkstein mit den Namen und der Anzahl der Verstorbenen errichtet. Die Pflege der Gedenkstätte wurde durch die Reservistenkameradschaft der Bundeswehr übernommen.

15 Frauenehrenmal

(Mühlendamm, südlich Neuer Friedhof)
Begräbnisort für einhundert Frauen aus dem Außenlager des KZ Ravensbrück.

mehr Informationen

Gedenkort für Opfer der Zeit zwischen 1945-1948

Gedenkort für die lokale Geschichte nach 1989

Historische Lehrpfade

A Lehrpfad "DDR Staatssicherheit auf dem Lindenberg"

B Lehrpfad "Zwangsarbeit in der Nordstadt Neubrandenburgs"

C Lehrpfad "Jüdisches Leben in Neubrandenburg"

D Lehrpfad "Lager in Fünfeichen"

Namenstafeln - Fünfeichen

Die Namen von über 400 toten Soldaten und Offizieren aus neun Staaten und über 5 100 verstorbene Rotarmisten aus der ehemaligen Sowjetunion sind auf Namenstafeln zu lesen.

Verstorbene aus der Sowjetunion

Verstorbene aus Frankreich

Verstorbene aus Italien und Tschechien

Verstorbene aus Jugoslawien

Verstorbene aus Polen

Verstorbene aus Großbritannien und den USA

Verstorbene aus Belgien und Niederlande