Seiteninhalt

Gleichstellungsbeauftragte

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist im Art. 3, Abs. 2 im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert.

Dennoch wird diese Vorgabe in der Realität nicht immer gelebt.

Daher setzt sich die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Neubrandenburg für eine tatsächliche Chancengleichheit von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen ein.

Gesetzliche Grundlagen

Die Kompetenzen der Gleichstellungsbeauftragten sind im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, in der Verfassung des Landes Mecklenburg-Vorpommern (Art. 13), in der Kommunalverfassung Mecklenburg-Vorpommern (§ 41 KV M-V) sowie in der Hauptsatzung der Stadt Neubrandenburg (§11) geregelt.

Aufgaben

Auf Grund der vielfältigen gleichstellungsrelevanten Themen hat der Gesetzgeber absichtlich keine detaillierte Aufzählung der Aufgaben vorgenommen. Vielmehr hat die Gleichstellungsbeauftragte daher ein sogenanntes Aufgabenfindungsrecht. Es handelt sich hierbei um eine Querschnittsfunktion, die fachübergreifend alle Bereich der Kommunalpolitik und –verwaltung berühren können.

Die Gleichstellungsbeauftragte soll strukturelle Benachteiligungen aufdecken und auf deren Beseitigung hinwirken. Hierfür agiert sie intern und extern indem sie z.B. thematische Veranstaltungen organisiert, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit betreibt, sowie sich in Netzwerke und verschieden Organisationen einbringt. Zudem ist Sie Ansprechpartnerin für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu gleichstellungsthematischen Fragen.

Themenfelder sind u.a.:

  • Berufsorientierung
  • Arbeitsmarkt
  • Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben
  • Entgeltgleichheit
  • Geschlechterspezifische Gewalt
  • Gesellschaftliche Beteiligung (z.B. in der Kommunalpolitik)

Nur durch Zusammenarbeit mit verschiedenen Vereinen, Verbänden und Organisationen ist diese Aufgabe zu bewältigen.


Zusammenarbeit mit:

  • Frauenpolitischer Runder Tisch Neubrandenburg Unternehmerinnenverein Neubrandenburg
  • Gleichstellungsbüro der Hochschule Neubrandenburg
  • Gleichstellungsbüro des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte
  • Quo vadis e.V.
  • Opferhilfe M-V
  • Netzwerk Kinderschutz
  • Lenkungsgruppe
  • Stadtpräsidentin der Stadtvertretung Neubrandenburg

2018 - 100 Jahre Frauenwahlrecht

Am 30. November 1918 trat in Deutschland das Reichswahlgesetz mit dem allgemeinen aktiven und passiven Wahlrecht für Frauen in Kraft.

Anlässlich des 100. Jahrestages zeigt diese Plakatausstellung die Werbung um die politische Beteiligung von Frauen zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Allgemeine Wahlaufrufe stehen dabei neben Werbeplakaten für verschiedene Parteien und Vereinigungen.

Das Archiv der sozialen Demokratie stellt eine Auswahl von Plakaten zum Thema Frauen im Aufbruch 1918/19, 1945/49 und 1989/90 zur Verfügung.

Eine kommerzielle Nutzung dieser Ausstellung ist nicht erlaubt.

Dokument anzeigen: »Heraus mit dem Frauenwahlrecht. Frauen-Tag 8. März 1914«
08.03.1914
Gestaltung: Karl Maria Stadler
Druck/Verlag: R. Schumann, München (Nachdruck
vom Neuen Vorwärts Verlag, Bonn)

Seit 1911 fanden jährlich Frauentage statt, die von den sozialistischen Frauenverbänden zur Propagierung des Frauenwahlrechts und der Gleichstellung genutzt wurden.

PDF, 10,3 MB
Dokument anzeigen: »Frauen! Sorgt für Frieden und Brot! Wählt und werbt für die Wahl«
Wahlen zur Nationalversammlung,
19.01.1919
Gestaltung: Lucian Bernhard
Druck/Verlag Werbedienst GmbH, Berlin, München

Dieses Plakat ist eine allgemeine Wahlwerbung des Ausschusses der Frauenverbände Deutschlands, das die Themen der unmittelbaren Nachkriegszeit aufgreift und so zum
Wählen aufruft.

PDF, 15 MB
Dokument anzeigen: »Deutsche Frauen wacht auf! Tut Eure Pflicht... Helft retten. Wählt deutschnational«
Wahlen zur Nationalversammlung,
19.01.1919
Druck/Verlag: Kunstanstalt Leopold Krantz Berlin;
Format des Originals 41 x 61 cm

Die rechtskonservative Deutschnationale Volkspartei profitierte
besonders von den neuen Wählerinnen, obwohl sie
zuvor gegen das Frauenwahlrecht opponiert hatte.

PDF, 10 MB
Dokument anzeigen: »Deutsche - Männer und Frauen! [...] Wählt die Deutsche Volkspartei«
Wahlen zur Nationalversammlung,
19.01.1919
Gestaltung: Heinz Neemann

Die Deutsche Volkspartei hatte sich zunächst gegen das-
Wahlrecht ausgesprochen, versuchte dann aber Frauen
und Männer gleichermaßen nationalistisch anzusprechen.
Dieses Exponat stellt damit eine Ausnahme zu den
anderen Plakaten dar.

PDF, 14,4 MB
Dokument anzeigen: »Bürgerinnen wählt am 26. Januar! - Deutsche Demokratische Partei«
Wahl zur Preußischen Landesversammlung,
26.01.1919
Gestaltung: Jupp Wiertz
Druck/Verlag: Werbedienst GmbH, Berlin

Nicht nur zur Wahl der Nationalversammlung,
sondern auch zur Preußischen Landesversammlung,
die fast zeitgleich stattfand, waren spezifische Frauen-Wahlplakate üblich, auf denen mit Klischees und Ansprachen (hier: Bürgerinnen) gespielt wurde.

PDF, 20,7 MB
Dokument anzeigen: »Die Deutsche Demokratische Partei ist die Partei der Frauen!«
Wahlen zur Nationalversammlung,
19.01.1919
Gestaltung: Lucian Bernhard
Druck/Verlag: Werbedienst GmbH, Berlin

Die Nutzung der zu dieser Zeit umstrittenen schwarzrotgoldenen
Flagge soll die republikanische Position der Deutschen Demokratischen Partei unterstreichen.

PDF, 13,1 MB
Dokument anzeigen: »Deutsche Männer und Frauen. Wählt Zentrum, christliche Volkspartei«
Wahlen zur Nationalversammlung,
19.01.1919

Die Zentrumspartei ist die wichtigste Vorläuferpartei der CDU und repräsentierte das katholische Milieu des Kaiserreiches.

PDF, 8,1 MB
Dokument anzeigen: »Frauen! Schützt Eure Religion vor denen, die aus der Religion eine politische Parole machen... Darum stimmt für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands«
Wahlen zur Nationalversammlung,
19.01.1919
Format des Originals 21 x 28 cm

In der ersten Wahl der Weimarer Republik stellte sich die SPD
gegen gegen die Vermischung von Staat und Religion, wie sie es anderen Parteien, insbesondere dem Zentrum, vorwarf.

PDF, 2,3 MB
Dokument anzeigen: »Die Mutter, die will, dass es ihren Kindern besser ergehe, kann nur sozialdemokratisch wählen!«
Wahlen zur Nationalversammlung,
19.01.1919
Format des Originals 47 x 63 cm

In den SPD-Plakaten zur Nationalversammlungswahl wird
wie hier die Hoffnung auf Neuanfang und gesellschaftlichen
Aufstieg thematisiert.

PDF, 11 MB
Dokument anzeigen: »Frauen! Gleiche Rechte - Gleiche Pflichten. Wählt sozialdemokratisch!«
Wahlen zur Nationalversammlung,
19.01.1919
Gestaltung: Fritz Gottfried Kirchbach
Druck/Verlag: Rotophot AG, Berlin

Seit Beginn ihrer Existenz strebte die SPD nach der Gleichstellung der Frau. Noch 1917 wurde die Forderung der SPD nach dem Frauenwahlrecht im Reichstag von den bürgerlichen Parteien abgelehnt.

PDF, 19,5 MB

Neuer Film: "Agentinnen des Wandels"