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Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung Verlängerung

Wenn Sie das Führen von Taxen, Mietwagen, Krankenkraftwagen zur entgeltlichen Beförderung von Fahrgästen oder das Führen von Personenkraftwagen im Linienverkehr und bei Ausflugsfahrten und Ferienziel-Reisen betreiben wollen, benötigen Sie zusätzlich zu Ihrer Fahrerlaubnis eine gesonderte Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung. Die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung wird für eine Dauer von nicht mehr als fünf Jahren erteilt. Sie wird auf Antrag des Inhabers jeweils bis zu fünf Jahren verlängert, wenn er seine geistige und körperliche Eignung gemäß § 11 Absatz 9 FeV in Verbindung mit Anlage 5 zur FeV, das heißt ab dem 60. Lebensjahr eine medizinisch-psychologische Untersuchung durch einen Betriebs- oder Arbeitsmediziner nachweist. Des Weiteren hat er nachzuweisen, dass er die Anforderungen an das Sehvermögen gemäß § 12 Absatz 6 FeV in Verbindung mit Anlage 6 Nummer 2 zur FeV erfüllt und dass gegen ihn nichts vorliegt, dass darauf hinweist, dass er der besonderen Verantwortung bei der Beförderung von Fahrgästen nicht gerecht wird (durch Vorlage eines Führungszeugnisses und einer Auskunft aus dem Fahreignungsregister). Ebenso dürfen keine Bußgelder wegen Verstöße gegen die BOKraft oder das Personenbeförderungsgesetz vorliegen.

Voraussetzungen

Sie besitzen seit mindestens zwei Jahren die für das Führen des Fahrzeugs erforderliche EU- oder EWR-Fahrerlaubnis oder eine entsprechende ausländische Fahrerlaubnis oder haben diese in den letzten fünf Jahren besessen. Bei Beschränkung der Fahrerlaubnis auf Krankenkraftwagen sind Sie seit mindestens einem Jahr im Besitz der für das Führen des Fahrzeugs erforderlichen Fahrerlaubnis.

Ein aktuelles Führungszeugnis liegt bereits vor oder wurde von Ihnen beantragt.

Falls die Erlaubnis auf das Führen von Krankenkraftwagen erweitert werden soll, liegt ein Nachweis über Ihre Teilnahme an einer Ausbildung in Erster Hilfe vor.

Falls Sie beabsichtigen, Ihre Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung für Taxen zu erweitern, liegt ein Nachweis über die Prüfung vor, dass Sie die erforderlichen Ortskenntnisse in dem Gebiet besitzen, in dem Beförderungspflicht besteht, oder am Ort des Betriebssitzes besitzen.

Erforderliche Unterlagen

  • gültiger Personalausweis oder gültiger Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung,
  • Nachweis, dass Sie als Bewerber um die Fahrerlaubnis im Besitz einer EU- oder EWR-Fahrerlaubnis der Klasse B oder einer entsprechenden ausländischen Fahrerlaubnis seit mindestens zwei Jahren - bei Beschränkung der Fahrerlaubnis auf Krankenkraftwagen seit mindestens einem Jahr - sind oder innerhalb der letzten fünf Jahre waren,
  • die Ihnen bisher erteilte Fahrerlaubnis zu Fahrgastbeförderung,
  • ein aktuelles Führungszeugnis der Beleg-Art "0" (behördliches Führungszeugnis, das über die Wohnsitzgemeinde beim Bundesamt für Justiz beantragt werden kann. Ein privates Führungszeugnis ist nicht ausreichend.
  • Sofern das 60. Lebensjahr bei Antragstellung der Verlängerung der Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung vollendet ist, ist zusätzlich ein betriebs- oder arbeitsmedizinisches Gutachten oder ein Gutachten einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung beizubringen.

Rechtsgrundlagen

Kosten

Es werden Gebühren und Auslagen erhoben. Die Gebühr soll die mit der individuell zurechenbaren öffentlichen Leistung verbundenen Kosten aller an der Leistung Beteiligten decken, ist in der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr niedergelegt und wird von der Fahrerlaubnisbehörde festgesetzt. Auslagen, wie bspw. Auszug aus dem Bundeszentralregister und für ärztliche Zeugnisse bzw. Gutachten, werden in der tatsächlich entstandenen Höhe erhoben. Für nähere Angaben wenden Sie sich bitte an die zuständige Stelle.