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Moped-Führerschein ab 15 Jahren

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat in Form eines Modellprojekts Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Möglichkeit eingeräumt, das Mindestalter für die Erteilung der Fahrerlaubnisklasse AM auf 15 Jahre festzusetzen. Nach Mitteilung des BMVI wird das Modellprojekt bis zum 30. April 2020 befristet. Die Voraussetzung dafür ist der Besitz der Prüfungsbescheinigung, die man nach einer erfolgreichen Fahrschulausbildung und erfolgreichen Fahrprüfungen zunächst anstelle des EU-Kartenführerscheins erhält. Den EU-Kartenführerschein erhält man mit Vollendung des 16. Lebensjahres, die Prüfungsbescheinigung wird dann durch den "richtigen" Führerschein ersetzt. Mit der theoretischen Ausbildung kann mit 14,5 Jahren begonnen werden. Bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres besteht die Fahrberechtigung AM 15 neben Mecklenburg-Vorpommern nur in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Rechtsgrundlagen

Fachlich freigegeben am

23.02.2018

Erforderliche Unterlagen

  • schriftlicher Antrag mit Angabe der ausbildenden Fahrschule (Name und Adresse der Fahrschule),
  • Beiblatt zum Antrag (Zustimmung des gesetzlichen Vertreters),
  • Als Nachweis über Namen, Anschrift, Staatsangehörigkeit, Ort und Tag der Geburt genügt der Personalausweis oder der Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung. Wenn keine Zweifel über das Erreichen des Mindestalters und wenn ein Abgleich über die Identität mit Melderegistern möglich ist, können ausländerrechtliche Dokumente genügen.
  • gegebenenfalls mit Angabe über den Vorbesitz einer in- und ausländischen Fahrerlaubnis der beantragten Fahrerlaubnisklasse bzw. eines entsprechenden Führerscheins,
  • gegebenenfalls mit Abgabe einer Erklärung, dass der Bewerber mit Erteilung der beantragten Klasse auf eine bereits vorhandene Fahrerlaubnis verzichtet,
  • Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebestätigung (ersatzweise eine aktuelle Bestätigung der Personendaten durch die Meldebehörde)
  • biometrisches Lichtbild (Frontalaufnahme nach den Bestimmungen der Passverordnung)
  • Nachweis über die Teilnahme an der Schulung in Erster Hilfe (unbefristet gültig)
  • Sehtestbescheinigung oder Zeugnis/augenärztliches Zeugnis, die bei Antragstellung nicht älter als zwei Jahre sind

Kosten

Die Erteilung der Fahrerlaubnis ist kostenpflichtig. Es fallen Gebühren und Auslagen an, deren Höhe sich nach dem Verwaltungsaufwand bemisst, in der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) niedergelegt ist und von der Fahrerlaubnisbehörde festgesetzt wird. Wenden Sie sich bitte an die zuständige Stelle. In den erhobenen Gebühren sind nicht die Kosten für die Fahrerlaubnisprüfung der Technischen Prüfstelle, für ärztliche Bescheinigungen und Gutachten, den Sehtest oder für die Schulung in Erster Hilfe enthalten. Diese Kosten sind gesondert bei den Prüf-, Untersuchungs-, Gutachterstellen oder Ausbildungsstätten zu entrichten. Die Entgelte der Fahrschulen für die Prüfungsfahrt werden nach den Geschäftsbedingungen der Fahrschulausbildung erhoben.

Fristen

Die theoretische Prüfung dürfen Bewerber frühestens drei Monate vor Erreichen des Mindestalters ablegen und der Abschluss ihrer Ausbildung darf nicht länger als zwei Jahre zurückliegen. Die praktische Prüfung muss innerhalb von zwölf Monaten nach Bestehen der theoretischen Prüfung abgelegt werden. Der Zeitraum zwischen Abschluss der praktischen Prüfung oder zwischen Abschluss der theoretischen Prüfung und der Aushändigung des Führerscheins bzw. Prüfbescheinigung darf zwei Jahre nicht überschreiten.

Formulare

Formulare werden in der Fahrerlaubnisbehörde erstellt und liegen bei den Fahrschulen vor.

Hinweise

Prüfungsbescheinigung zum Modellprojekt ab 15 Jahren und amtlicher Lichtbildausweis sind beim Fahren mitzuführen und die Fahrberechtigung für die Klasse AM gilt bis zum 16. Lebensjahr in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Nach dem 16. Lebensjahr kann die Prüfungsbescheinigung zum Modellprojekt ab 15 Jahren in den europäischen Kartenführerschein umgetauscht werden.