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12.03.2018

Große Bürgerbefragung zum Thema Sport startet


Stadt befragt 6000 Bürgerinnen und Bürger für Sportentwicklungsplanung

Wieviel Sport treiben die Neubrandenburger? Welche Möglichkeiten nutzen sie dafür? Wird im Verein trainiert oder nicht? Wo werden noch Verbesserungsmöglichkeiten in Neubrandenburg gesehen? Für die Stadt Neubrandenburg wird derzeit ein integratives Sportentwicklungskonzept entwickelt. Um sich einen Überblick zum Sport- und Bewegungsverhalten der Neubrandenburger zu verschaffen, startet die Stadt im März eine große Bürgerbefragung. Rund 6000 Bürgerinnen und Bürger werden einen Fragebogen zugeschickt bekommen. Es handelt sich damit um die größte Umfrage zum Thema Sport, die je in Neubrandenburg stattgefunden hat.

Die Stadt wird diesen Sportentwicklungsplan in Kooperation mit dem Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam der Europäischen Sportakademie Land Brandenburg erarbeiten.

Die Fragebögen werden ab jetzt an insgesamt 6.000 per Zufallsstichprobe ausgewählte Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Neubrandenburg verschickt. Mithilfe dieser Befragung soll das Sportverhalten der Einwohner ermittelt werden. Ziel des Projektes ist es, Menschen zu einer aktiveren körperlich-sportlichen Lebensgestaltung zu bewegen und durch eine tragfähige Planung die dafür inhaltlichen Angebote und infrastrukturellen Grundlagen zu schaffen. Der Sportentwicklungsplan dient dafür als Steuerungsinstrument.


„Die künftige Planung muss sich an den konkreten Sportbedürfnissen unserer Bürgerinnen und Bürger orientieren, deshalb ist es zwingend, sie frühzeitig in den Planungsprozess einzubeziehen. Ich bitte daher alle, die einen Fragebogen erhalten, diesen so umfassend wie möglich auszufüllen und kostenfrei zurückzusenden", so Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt. Die gesammelten Daten werden völlig anonym und streng vertraulich nur für den genannten Zweck erhoben und verwendet.

Prof. Dr. Michael Barsuhn vom Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) betont, dass eine effektive Planung die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen berücksichtigen müsse, schon allein um mögliche Fehlinvestitionen zu vermeiden. „Viele Menschen sind heutzutage sportlich aktiv, aber nicht mehr nur im Sportverein, sondern oftmals auch selbst organisiert beim Joggen oder Radfahren auf Grünflächen und in Parks. Deshalb fragen wir im Bürgerfragebogen ganz konkret nach unterschiedlichen Sportformen, Anbietern und Sporträumen."

Ziel der Sportentwicklungsplanung ist es darüber hinaus, möglichst alle sport- und bewegungsrelevanten Institutionen ebenfalls in den Prozess zu integrieren. Der Fokus richtet sich dabei insbesondere auf die Sportvereine, Schulen und Kindertagesstätten. Sie alle werden parallel zur Bürgerbefragung im Rahmen einer Online-Befragung in den Planungsprozess einbezogen. In spezifischen Fragebögen werden sie gebeten, Stellung zu beziehen zu ihrer aktuellen Situation, zu Perspektiven, Potentialen und möglichen Problemen im Kontext ihrer sportlichen Entwicklung. „Integrierte Sportentwicklungsplanung bedeutet für uns die Beteiligung vieler Akteure: die Sport treibenden Institutionen und Organisationen, die Schulen, die Bürgerinnen und Bürger, die nicht im Verein organisiert sind, und natürlich auch die anderen Fachressorts der Verwaltung und die politischen Gremien der Stadt“, betont Oberbürgermeister Silvio Witt und ermuntert alle Angesprochenen zur Beteiligung.

Die Ergebnisse der empirischen Erhebungen sind die Basis für die im Anschluss stattfindende kooperative Planungsphase. Im Rahmen von Workshops werden die wissenschaftlichen Ergebnisse den Experten aus der Fachverwaltung, den Vertreterinnen und Vertretern der Politik, der Sportvereine, Schulen und Kindertagesstätten vorgestellt und gemeinsam weiterentwickelt.