Stolpersteine in Neubrandenburg: Engagierte für Gedenkarbeit gesucht
Unter dem Leitgedanken „Niemals vergessen“ lädt Bianka Bülow, Koordinatorin für Gedenkarbeit in der Stadtverwaltung Neubrandenburg, zu einem öffentlichen Vortrag über das Erinnerungsprojekt Stolpersteine ein. Die Veranstaltung findet am Montag, 26. Januar 2026, um 17:00 Uhr im Stadtarchiv Neubrandenburg (Eingang über die Darrenstraße) statt.
Erinnerungsprojekt mit europaweiter Bedeutung
Das vom Künstler Gunter Demnig initiierte Projekt erinnert an Menschen, die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung wurden. Mehr als 109.000 Stolpersteine sind inzwischen in Deutschland und zahlreichen europäischen Ländern verlegt worden – jeweils vor den ehemaligen Wohnhäusern oder Wirkungsstätten der Betroffenen. Auch in Neubrandenburg werden seit 2009 regelmäßig Stolpersteine gesetzt.
Einblick in Recherche und Verlegung
Im Rahmen des Vortrags werden die Hintergründe des Projekts sowie die konkrete Umsetzung in Neubrandenburg vorgestellt. Thematisiert werden die Recherchearbeit, die Vorbereitung und der Ablauf von Stolpersteinverlegungen in der Stadt. Darüber hinaus wird über die geplante Gründung einer Arbeitsgemeinschaft „Stolpersteine“ informiert, die die Erinnerungsarbeit künftig bündeln und unterstützen soll.
Engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter willkommen
Für die geplante Arbeitsgemeinschaft werden interessierte und engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter gesucht. Die Veranstaltung bietet Gelegenheit zum Kennenlernen, zum Austausch und zur Vernetzung. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich über das Projekt zu informieren und einzubringen.
Das Stadtarchiv befindet sich im HKB, welches Bestandteil des Virtuellen Stadtrundganges ist, bei dem Sie Informationen in Form von Audiodateien direkt am Bauwerk erhalten.