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Neubrandenburg - eine alternde Kommune?

Er wird für viele Sorgen unseres Alltags verantwortlich gemacht – der demografische Wandel. In dieser Woche stand die Diskussion um genau dieses brennende Thema bei der Konferenz „Kommunen in der alternden Gesellschaft - Empfehlungen des Siebten Altenberichts der Bundesregierung“ in Berlin auf der Tagesordnung. Oberbürgermeister Silvio Witt nahm als Vertreter der Städte in Deutschland an der Podiumsdiskussion vor 400 Interessierten teil.

„Schon der Anstieg des Altersdurchschnitts in Neubrandenburg um über 15 Jahre in den zurückliegenden 30 Jahren macht deutlich, dass wir als Kommune gefordert sind“, so Oberbürgermeister Witt. Themen wie neue Formen des Wohnens, der Pflege, eine moderne Infrastruktur und die Konzentration der medizinischen Versorgung auf zentrale Orte wurden diskutiert. Ein Thema beschäftigt Silvio Witt auch in Hinblick auf Neubrandenburg: „Früher sprachen unsere Großeltern oft vom ´Topf, der seinen passenden Deckel‘ findet. Heute haben wir eine vielfältige Gesellschaft, die einiges einfacher, aber vieles auch schwerer macht.“ Insbesondere die Heterogenität der Gesellschaft birgt Aufgaben für die Wohn- und Lebensformen im Alter in sich. Witt sieht dies als eines der Themen, die im Hinblick auf die soziale Stadtentwicklung in den kommenden Jahren anzugehen sind.

Die Stadt Neubrandenburg führt deshalb unter anderem in den nächsten Wochen eine Befragung in unterschiedlichen Begegnungsstätten durch, um mehr über derzeitige und zukünftige Bedarfe zu erfahren.

Der Siebte Altenbericht entstand in einer elfköpfigen Sachverständigenkommission von 2012 bis 2015, geleitet von Professor Dr. Andreas Kruse. Teil der Kommission ist auch der Neubrandenburger Hochschulprofessor Dr. Peter Dehne.