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Neubrandenburger Stadtwerke leiten Desinfektionsmaßnahmen für die Trinkwasserversorgung ein

Nachdem bei einer Routineüberprüfung eine mikrobiologische Grenzwertüberschreitung des Trinkwassers in Neubrandenburg im Bereich der Südstadt, Lindenberg Süd/Tannenkrug sowie Burg Stargard festgestellt wurde, ist in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt eine Desinfektion für das betroffene Netz eingeleitet worden. Betroffen sind die Stadt Neubrandenburg sowie die Orte Bargensdorf, Burg Stargard, Quastenberg, Sabel, Chemnitz, Blankenhof, Gevezin, Wulkenzin, Neuendorf, Neu Rhäse, Zirzow, Wogger-sin, Lebbin, Trollenhagen, Buchhof, Podewall, Hohenmin, Neddemin, Ganzkow, Ihlenfeld, Lindenhof, Kreuzbruchhof.

Das Trinkwasser kann weiterhin zum Trinken, Kochen, Zähneputzen, zur Zubereitung von Speisen etc. verwendet werden.

Aufgrund der Überschreitung der Grenzwerte haben die Neubrandenburger Stadtwerke entsprechende Maßnahmen eingeleitet – das betroffene Leitungsnetz wird zur Desinfektion gechlort und gespült. Die Dosierungsmenge entspricht den Vorgaben des Umweltbundesamtes gemäß § 11 der Trinkwasserverordnung. Da neu.sw diese geringe gesetzliche Dosierung einhält, ist das zugesetzte Chlor für den menschlichen Körper unbedenklich, für Aquarien ist das gechlorte Wasser allerdings ungeeignet. Durch die Desinfektion kann es zu dem typischen Chlorgeruch und –geschmack des Wassers kommen, eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit ist nicht zu befürchten.

Die Verunreinigung des Trinkwassers ist wahrscheinlich durch die Beschädigung einer Wasserleitung im Zuge einer Baustelle eingetreten.

Im Gegensatz zu vielen anderen Wasserversorgern hat neu.sw das Trinkwasser bislang ungechlort an die Kunden weitergeben und sich an das Gebot zur Minimierung der Zusatzstoffe im Trinkwasser gehalten. Nach Beendigung der Desinfektionsmaßnahmen wird neu.sw auch zukünftig auf chemische Aufbereitungsstoffe verzichten.

neu.sw wird das Netz weiter beproben und von einem akkreditierten Labor auswerten lassen und die Bürgerinnen und Bürger informieren, sobald die Chlorung wieder eingestellt wird.

neu.sw betreibt insgesamt vier Wasserwerke mit 26 Brunnen, die die Bürgerinnen und Bürger mit Trinkwasser versorgen. Durch ein akkreditiertes, von neu.sw beauftragtes Labor und das Gesundheitsamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte werden regelmäßig Roh- und Reinwasserproben entnommen, sodass jährlich 250 bis 300 Proben vom neu.sw Trinkwasser analysiert werden. Mithilfe von Vertikalfilterbrunnen wird das Grundwasser aus einer Tiefe zwischen 40 und 150 Metern in eigens dafür eingerichteten Schutzzonen gefördert und ist aus diesem Grund frei von schädlichen Inhaltsstoffen und von hervorragender Qualität.