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Die Geschichte beider Belvedere

Fast 250 Jahre kennen die Neubrandenburger Belvedere. 1775 im Fachwerkstil als herzogliches Sommerhaus für Dörchläuchting erbaut, wurde es nach seinem Abriss zwanzig Jahre später und einem Wiederaufbau in der Innenstadt erst ein Stadtpalais, dann ein Lazarett, Freimaurerdomizil, später Gartenrestaurant und Tanzpalast, ein SA-Sturmlokal und schließlich ein Kriegsgefangenenlager. Dann verging das erste Belvedere in den Flammen des Zweiten Weltkrieges.
Am Hochufer von Broda entstand 1822 am gleichen Platz ein neues Belvedere.

Gut hundert Jahre später gestaltete Professor Heinrich Tessenow das der Neuen Wache in Berlin ähnelnde Sommerschlösschen ebenso zu einem Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, wie er es zuvor mit dem berühmten Schinkelbau in der Hauptstadt getan hatte.
In DDR-Zeiten sollte sich Belvedere zur unterkellerten Kulisse einer Freilichtbühne verwandeln. Weil aber Geld und Kapazitäten fehlten, besitzen die Neubrandenburger heute nicht nur einen sehenswerten Eheschließungsort, sondern einen einzigartigen Platz am Tollensesee.

Helmut Borth, Neubrandenburger Journalist und Autor, präsentiert in seiner neuen Publikation die Geschichte beider Belvedere mit zahlreichen Ansichten, Aussichten und spannenden Einsichten.

Die Buchpremiere findet am 5. Dezember 2018 um 19.30 Uhr im Studienbereich des Neubrandenburger Stadtarchivs am Marktplatz statt.