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November - Der ehemalige Marstall - Behmenstraße 14 & 16

Hinter den Adressen Behmenstraße 14 und 16 verbirgt sich heute eines der wenigen erhaltenen Gebäude der Stadt Neubrandenburg aus der Zeit des 18. Jahrhunderts: der ehemalige Marstall.

Nachdem Herzog Adolf Friedrich IV. Neubrandenburg im Jahr 1775 zur Sommerresidenz erhob, entstanden neben dem Palais (1775) unter anderem im südlichen Bereich der Stadt das Comedienhaus bzw. Schauspielhaus (1787 eingeweiht) und der Marstall (1781/1782).

Ursprünglich handelte es sich dabei um eine dreiflügelige Anlage mit Reithalle. Im Südflügel (Behmenstraße 16) entstanden ab den 1930er Jahren Wohnungen und ein kirchlicher Gemeindesaal. Heute wird dieser inzwischen sanierte Gebäudeteil als Veranstaltungsort genutzt.

Der mittlere Gebäudeteil (Behmenstraße 14) diente unter anderem als Scheune, Wagenremise und Pferdestall und hatte ursprünglich straßenseitig zwei Toreinfahrten. Um 1817 entstanden hier Wohnräume für das damalige
Dienstpersonal (Stallmeister). Mit einer Umnutzung des Gebäudes zu kirchlichen Zwecken im Jahr 1968 kam es zu baulichen Veränderungen.

Das barocke Gebäude in städtebaulich dominanter Lage bezeugt heute noch die Geschichte Neubrandenburgs als ehemalige mecklenburgische Residenzstadt.