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9 Soldatengrabanlage 2. Weltkrieg

(Neuer Friedhof)

Auf der Fläche der nach den Plänen des Landschaftsarchitekten Georg Hannig (1872 – 1934) vorgesehenen Kriegsgräberstätte auf dem Neuen Friedhof (siehe auch Gedenkort Nr.2) fand im Juli 1940 die erste Beerdigung eines gefallenen Soldaten des 2. Weltkrieges statt. In den Folgejahren des Krieges fanden hier bis 1945 zahlreiche Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft ihre letzte Ruhestätte. Gräber von insgesamt 545 namentlich bekannten Soldaten, Fremdarbeitern und zivilen Opfer sowie weiteren 29 unbekannten Kriegstoten befinden sich auf der Fläche der ca. 8.000 m² großen Gedenkanlage. Erwähnt werden weiterhin 59 Hamburger Opfer der Bombennacht vom 27. Juli 1943, über die bisher keine exakten Namenslisten aufgefunden wurden, die in Neubrandenburg im Lazarett lagen, an ihren Verletzungen starben und ihre letzte Ruhestätte auf dem Neuen Friedhof fanden. Die Krieggräberstätte auf der Westseite des Friedhofes ist durch seine Hanglage geprägt. Im oberen Bereich der Gedenkanlage steht ein Rondell mit Pyramideneichen. Von dort aus besteht ein weitläufiger Ausblick auf die Gedenkstätte und die Stadt.

Im Jahre 1982 wurde der Soldatenfriedhof insgesamt in eine symbolische Grabanlage umgestaltet, wobei nur die Grabkreuze, nicht aber die Lage der Gräber, verändert wurden.
2005 fand eine umfassende Neugestaltung des Soldatenfriedhofes statt. Alte Grabmale wurden erneuert und neue Granitgrabkreuze mit Namensnennung an authentischer Grabstätte ergänzt. Bronzetafeln am Rondell erinnern an namentlich bekannte und unbekannte Kriegstote. Zur Erhöhung des Gedenkstättencharakters und des Mahngedenkens wurden zusätzlich drei Symbolkreuzgruppen installiert. Ein Hochkreuz aus Stahl markiert nun den Mittelpunkt eines Platzes, auf dem die Gedenkfeierlichkeiten stattfinden.