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Rathaussanierung auf erneutem Prüfstand

In der Sitzung der Stadtvertretung Neubrandenburg am 9. Februar 2017 wurden die geplanten Mittel zur Rathaussanierung „eingefroren“. Hintergrund ist ein erneuter Variantenvergleich, auf den sich die Fraktionen der Stadtvertretung verständigt haben. „Insgesamt haben uns 11 Varianten eines zukünftigen Rathauses erreicht. Schon jetzt lassen sich vier Haupttendenzen ausmachen: Die Bandbreite reicht vom kompletten Neubau über einen Teilrückbau bis hin zur bereits in konkreter Planung befindlichen Sanierung“, so Oberbürgermeister Witt Mitte der Woche.

Die Stadtverwaltung wird nun alle Varianten zusammenfassen und im Beirat erläutern. Der Beirat besteht aus Vertretern der Verwaltung, des Sanierungsträgers und der Stadtvertretung. „Mein Ziel ist es, alle Vorschläge auf Bürgerfreundlichkeit, Stadtgestaltung und Kosten untersuchen zu lassen“, so Witt weiter. Ziel der Verwaltung sei es weiterhin, den Ratsfrauen und Ratsherren mehrere abgewogene Varianten dann zur Abstimmung zu stellen.

Kritisch ist der nochmalige Variantenvergleich in zweierlei Hinsicht. Zum einen müssen wichtige Vertragspartner wie der Landkreis nun auf eine erneute Beschlussfassung der Stadtvertretung warten. Das wiederum kann das Projekt eines gemeinsamen Bürgerzentrums gefährden. Zum anderen sind bisherige Gespräche zur finanziellen Förderung nun ebenfalls auf Eis gelegt.

Unberührt von der neuen Situation bleibt die Liquidation der stadteigenen Technologie-, Innovations- und Gründerzentrum Neubrandenburg GmbH (TIG). „So oder so wird die Gesellschaft abgewickelt. Es ist nun die Frage, ob das Gebäude als Quartier für die Stadtverwaltung genutzt oder verkauft wird“, fasst Witt zusammen.

Die Stadtverwaltung Neubrandenburg rechnet mit einer mehrmonatigen Prüfung der verschiedenen Varianten. Zu den genauen Kosten und Zeitlinien wird Oberbürgermeister Witt in der nächsten Stadtvertretersitzung am 30. März öffentlich informieren.