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August 2019 - Kaserne Haus Nr. 8, Wandrelief - Weg am Hang 35

Südöstlich der Neubrandenburger Innenstadt liegt auf einer Anhöhe die ab 1938 errichtete heutige Tollensekaserne.

Wesentliche Teile der Kaserne sind seit 2010 als Denkmalbereich geschützt. Zusätzlich gehören zum Komplex zwei als Einzeldenkmale geschützte DDR-zeitliche Kunstwerke: das Soldatendenkmal in der Nähe der Nordwache und das Relief über dem Eingang des Anfang der 1970er Jahre als Stabsgebäude im südlichen Bereich der Kaserne errichteten Hauses Nummer 8. Die Entstehungsgeschichte des Reliefs wurde dabei erst kürzlich durch das Stadtarchiv näher beleuchtet. So wurde im Jahr 1971 im Zusammenhang mit der Errichtung des Hauses 8 ein Vertrag zwischen der Nationalen Volksarmee (NVA) und der Kunsthochschule Berlin-Weißensee für die Gestaltung des 5 x 8 Meter großen Kunstwerkes am Gebäudeeingang über eine Vertragssumme von 70.000 Mark abgeschlossen.

Als richtungsgebendes Thema wurde bereits mit Vertragsabschluss die Darstellung des „Humanistischen Charakters der Nationalen Volksarmee“ vorgegeben. Gefertigt wurden die Platten zunächst als Gipsnegative, die dann durch die Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH) Betonkunst aus Petersdorf/Bad Saarow in Beton gefertigt und geliefert wurden. Nachdem der Termin mehrfach und zwischenzeitlich auf den Tag der Republik am 7. Oktober 1973 verschoben wurde, gibt es einen Hinweis von März 1974, dass die Abnahme und somit die Fertigstellung der Arbeit erfolgt war.

Weitere Hinweise zur Geschichte und Entstehung der Kunstwerke in der Kaserne nimmt die untere Denkmalschutzbehörde dankend entgegen.