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Schubert-Fresken im Rathaus kommen ans Tageslicht

Die Fresken des Malers Wolfram Schubert aus dem Jahr 1969 im Neubrandenburger Rathaus werden im Zuge der Rathaus-Sanierung wieder ans Tageslicht kommen. Das hat Oberbürgermeister Silvio Witt bei einem Treffen mit dem Künstler am Montag in Neubrandenburg vereinbart. Die beiden Fresken die Schubert 1969 unter dem Titel „Kampf und Sieg der Arbeiterklasse“ im heutigen Rathaus und ehemaligen Gebäude der Bezirksleitung der SED und des Rates des Bezirkes geschaffen hat, sind seit 1991 hinter einer weißen Wand verschwunden. Im Zuge der bevorstehenden Bauarbeiten im Gebäude der Stadtverwaltung sollen die jeweils 1,70 Meter mal 6,50 Meter großen Bilder an beiden Seiten im Eingangsbereich zunächst wieder freigelegt werden. Anschließend wird der Zustand der Kunstwerke geprüft, um dann zu entscheiden, ob die Kunst der ehemaligen DDR mit Hilfe von Stiftungsgeldern restauriert werden kann, beschrieb Silvio Witt die weitere Vorgehensweise.

Der Maler und Grafiker Wolfram Schubert war am Montag zu Gast im Kreativhaus ArcheN um dort sein Buch „Ich will Erinnerungen“ vorzustellen. Schubert ist 1926 im brandenburgischen Dorf Körbitz geboren und studierte an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Von 1965 bis 1988 war Schubert Vorsitzender des Bezirksvorstandes Neubrandenburg des Verbandes Bildender Künstler der DDR. Zu DDR-Zeiten machte er sich durch seine Wandbilder einen Namen im ehemaligen Bezirk Neubrandenburg. Heute lebt Wolfram Schubert im brandenburgischen Potzlow.

Die beiden Fresken im Rathaus verschwanden 1991 hinter einer weißen Wand. Mit dem Abriss des Kosmos-Gebäudes 1994 konnte das Schubert-Wandbild „Tanz der Völker“ nicht gerettet werden.