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Land sichert Feuerwehr-Studie zu

Oberbürgermeister Silvio Witt hat über die gehäuften Krebserkrankungen bei der Neubrandenburger Berufsfeuerwehr und dem Vorhaben, im nächsten Jahr doppelt so viel in die Ausrüstung der Kameraden zu investieren, berichtet. Das seitdem viel diskutierte Thema soll nun auch die Landespolitik beschäftigen. Das hat CDU-Landesvorsitzender und Landtagsabgeordneter Vincent Kokert bereits bei einem Besuch der Berufsfeuerwehr in der vergangenen Woche zugesichert.

Am Mittwoch war Kokert erneut in Neubrandenburg und Gast bei der Freiwilligen Feuerwehr. Der Politiker sicherte am Rande der Veranstaltung zu, dass das Land bereit ist, eine Studie in Auftrag zu geben, damit die Neubrandenburger Feuerwehr valide Zahlen und Daten nachweisen kann. Daran mangelt es derzeit. Fest steht, dass neun Feuerwehrleute seit 2003 im Alter zwischen 50 und 60 Jahren an Krebs verstorben seien. Drei weitere Kameraden erkrankten, konnten aber nach erfolgreicher Behandlung wieder in den Dienst zurückkehren. Bei dem sogenannten „Feuerwehrkrebs“ handelt es sich um Lungen-, Lymphdrüsen- und urologisch-genitale Krebsarten. Im Unterschied zu anderen Ländern sind diese Krebsformen in Deutschland nicht als Berufskrankheit anerkannt unter anderem weil das Datenmaterial fehlt.

„Es ist schön, dass das Land so auf die alarmierenden Zahlen reagiert und uns unterstützt. Das hilft uns“, machte Oberbürgermeister Silvio Witt deutlich.

Die vom Land finanzierte Studie wird bei Experten der Universität Greifswald in Auftrag gegeben. Derzeit laufen bei drei Berufsfeuerwehren in Deutschland solche Untersuchungen.