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Februar 2020 - Belvedere und Platz- und Treppenanlage - Brodaer Holz


Am Nordwestufer des Tollensesees befindet sich auf einem Plateau in Broda ein Gebäude, das seinem Namen alle Ehre macht: das Belvedere. Denn Belvedere (ital., franz. Bellevue), bedeutet so viel wie schöne Aussicht. Bereits 1775 ließ Herzog Adolf Friedrich IV. an dieser Stelle ein Sommerhaus nebst Baracken für die Dienerschaft errichten. Dieses Gebäude wurde jedoch nach seinem Tod bereits 1794 wieder abgebrochen. Ein Privatmann erwarb den einstöckigen Fachwerkbau mit Satteldach und errichtete ihn unverändert in der Beguinenstraße, wo er bis ins 20. Jahrhundert hinein von der Freimaurerloge genutzt wurde.

Das heutige Gebäude wurde 1823 nach Plänen von Friedrich Wilhelm Buttel auf Wunsch der Großherzogin Marie in Form eines griechischen Tempelchens (Prostylos) errichtet. Ursprünglich soll der Bau eine gelbliche Farbe gehabt haben und war in einen Saal und eine kleine Küche mit Nebenraum aufgeteilt. Die seitliche Öffnung des Gebäudes erfolgte erst im Rahmen des Umbaus zum Ehrenmal für die Gefallenen des Landes Stargard zu Beginn der 1930er Jahre durch Heinrich Tessenow. Mitte der 1970er Jahre war nach Jahren des Verfalls eine umfassende Sanierung mit Ausbau zum Veranstaltungsort geplant. Es blieb jedoch zunächst bei einer Sicherung des Gebäudes, dessen Öffnungen im Anschluss wieder vermauert und der Raum als Lager an eine Privatperson vermietet wurde. Im Zuge der letzten Sanierung Mitte der 1990er Jahre wurden die Seitenwände erneut geöffnet und der Ort wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.