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GEFANGEN IM KRIEG | Regionalmuseum stellt in Russland aus

Das Neubrandenburger Regionalmuseum zeigt derzeit eine Ausstellung in der tatarischen Hauptstadt Jelabuga in Russland. Das Ende des 2. Weltkrieges vor 75 Jahren war der Anlass für die Museumsmitarbeiter in Jelabuga die Ausstellung GEFANGEN IM KRIEG zu übernehmen.

Vor fünf Jahren stellte das Museum der Vier-Tore-Stadt mit der Schau zwei Themenkreise vor: Kriegsgefangene der Roten Armee in Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere im Kriegsgefangenenlager Fünfeichen und deutsche Kriegsgefangene in der damaligen Sowjetunion, insbesondere im Gefangenenlager Jelabuga. Die Inhalte basieren auf aktuellen Forschungsergebnissen von Dr. Natalja Jeske, Annalise-Wagner-Preisträgerin 2015, sowie von Prof. Dr. Carsten Gansel, Universität Gießen, der die Ausstellung in Russland anregte. Die deutsche Fassung war zuvor auch im Dokumentationszentrum Prora und im Stadtmuseum Waren zu sehen. Die jetzt erstellte russische Fassung befindet sich nun in der tatarischen Hauptstadt, ca. 200 Kilometer östlich von Kasan.

Auf dem Friedhof dort erinnern heute Namenstafeln, ähnlich wie in Neubrandenburg, an die Opfer. Zu ihnen gehört auch der Arzt Kurt Reuber, der die sogenannte "Madonna von Stalingrad" zeichnete, die sich seit 1983 in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche befindet. Im Kriegsgefangenenlager Jelabuga waren viele Offiziere und Soldaten inhaftiert, die sich im Bund Deutscher Offiziere bzw. im Nationalkomitee Freies Deutschland engagierten.


Das Regionalmuseum befindet sich im Franziskanerkloster, welches Bestandteil des Virtuellen Stadtrundganges ist, bei dem Sie Informationen in Form von Audiodateien direkt am Bauwerk erhalten.