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Oktober 2020 - Große Wollweberstraße 1 - 49 - Straßenzug (mit Ausnahme Nr. 4 - 16 gerade)


Die Große Wollweberstraße war bereits vor der politischen Wende als Ensemble nach dem Denkmalschutzgesetz der DDR geschützt. Per Einigungsvertrag im Jahr 1990 blieb der Großen Wollweberstraße dieser Denkmalschutzstatus auch im vereinten Deutschland erhalten.

Die Große Wollweberstraße ist einer der wenigen Straßenzüge, die die Zerstörung der Neubrandenburger Innenstadt am Ende des Zweiten Weltkrieges nahezu unbeschadet überstanden haben und somit bis heute mit ihren Gebäuden des 18. und 19. Jahrhunderts authentisch Zeugnis über die historische Bebauung Neubrandenburgs in zusammenhängender Weise ablegen. Nicht nur die Gebäude mit straßenseitigen Haupt- und rückseitigen Nebengebäuden, sondern auch die Parzellen sind mit ihren verschiedenen Größen erhalten geblieben und dokumentieren historische Besitzverhältnisse und Sozialstrukturen.

Im Spätmittelalter war die Straße hauptsächlich von Handwerkern, insbesondere von Wollwebern, und Kleinbauern bewohnt, die den 1440 bereits verfüllten Wollwebergraben als Brauchwasser für ihr Gewerbe nutzten.
Daraus erklärt sich auch die bis heute erlebbare verhältnismäßig große Breite der Straße, die zum damaligen Zeitpunkt keine Durchgangsstraße war.