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30 Jahre Städtebauförderung Mecklenburg-Vorpommern

Jubiläumsveranstaltung in der Vier-Tore-Stadt

Seit 30 Jahren profitiert unser Bundesland von der gemeinschaftlichen Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden. Das Aussehen der Städte hat sich seit Inkrafttreten der ersten Städtebauförderrichtlinien 1991 grundlegend verändert. Auch in Neubrandenburg lassen sich diese drei Jahrzehnte Städtebauförderung in fast allen Quartieren ablesen. Die landesweite Jubiläumsveranstaltung wird aus diesem Grund in der Vier-Tore-Stadt gefeiert.

Am 28. Oktober lädt das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung gemeinsam mit der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg vor das Haus der Kultur und Bildung (HKB) ein. Höhepunkt wird die farbenfrohe Illumination von Markt, HKB, Konzertkirche, Franziskanerkloster, Kunstsammlung und Schauspielhaus sein. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. Minister Christian Pegel und Oberbürgermeister Silvio Witt werden gemeinsam den Buzzer drücken, um die ausgewählten Gebäude in ein außergewöhnliches Licht zu hüllen. Anschließend sollte sich niemand einen Spaziergang durch die Innenstadt entgehen lassen. HKB-Turm und Konzertkirche bleiben in den Abendstunden noch bis zum 5. November in diesem Licht.

Die Neubrandenburgerinnen und Neubrandenburger können sich außerdem auf eine Vorher-Nachher-Ausstellung zur Stadtentwicklung freuen. Die Fotoschau wird bis zum 21. November auf dem Markt zu sehen sein.

Informationen

Vor 30 Jahren wurde das Projekt Städtebauförderung aus der Taufe gehoben. Was steckt hinter dem Begriff?

Mit der Definition eines Sanierungsgebietes - beispielsweise in der Neubrandenburger Innenstadt - war eine Grundvoraussetzung geschaffen, um städtebauliche, soziale und funktionale Missstände zu beseitigen. Finanzielle Mittel stellen im Rahmen der Städtebauförderung Bund und Land jeweils zu einem Drittel der Stadt zur Verfügung.
Mit einem weiteren Drittel aus Eigenmitteln der Stadt wird die Finanzierung komplettiert. In der Vier-Tore-Stadt wurden von 1990 bis heute insgesamt rund 72,64 Millionen Euro Städtebaufördermittel investiert. Das Schauspielhaus - als ältestes Haus der Neubrandenburger Innenstadt - ist das erste Projekt, dass mit Hilfe dieser Förderung saniert werden konnte. In der Innenstadt sind mit der Konzertkirche, der Kunstsammlung und dem Franziskanerkloster sowie dem Wall mit seinen Toranlagen und Wiekhäusern weitere Gebäude aber auch Kindergärten, Spielplätze, Straßen, Wege und Plätze einer Verjüngungskur unterzogen worden. Die Rathaussanierung wird derzeit mit Hilfe von Städtebaufördermitteln umgesetzt.