Besonderes Kulturjahr 2026: Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg strahlt weit über die Stadtgrenzen hinaus
Das Jahr 2026 hält eine Vielzahl an kulturellen Höhepunkten bereit. Neben Konzerten und Aufführungen externer Veranstalter prägen dabei auch die Angebote der Stadt das Jahr maßgeblich.
Oberbürgermeister Nico Klose stellte gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der städtischen Kultureinrichtungen, der Veranstaltungszentrum Neubrandenburg GmbH (VZN) sowie der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz (TOG) zentrale inhaltliche Schwerpunkte vor.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Rolle kultureller Angebote als bedeutender Standortfaktor sowie die inhaltlichen Akzente des Jahres 2026. „Das Jahr 2026 zeigt, wie vielfältig und lebendig Neubrandenburg ist“, so Oberbürgermeister Nico Klose. „Die Programme der kulturellen Akteure und Einrichtungen der Stadt sind dabei ein zentraler Baustein und leisten als verlässliche Infrastruktur einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität und Lebensqualität der Stadt.“
Kultur als Standortfaktor – Zahlen belegen hohe Nachfrage
Dass Kultur in Neubrandenburg nicht nur geplant, sondern auch intensiv genutzt wird, zeigen die Besucherzahlen des zurückliegenden Jahres 2025. Insgesamt verzeichneten die neun städtischen Kultur- und Veranstaltungsorte über 350.000 Besucherinnen und Besucher, das entspricht einer Steigerung von mehr als 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die detaillierte Besucherstatistik ist als Anlage beigefügt.
Zentrale Orte und künstlerische Jubiläen im Kulturjahr 2026
Als ein zentraler Ort dieser lebendigen Kulturlandschaft gilt die Konzertkirche Neubrandenburg. Mit ihrem 25-jährigen Jubiläum steht sie 2026 besonders im Fokus. Seit ihrer Eröffnung hat sich die Konzertkirche als bundesweit beachteter Konzert- und Veranstaltungsort, als architektonisches Wahrzeichen der Stadt und als zentrale Spielstätte für das musikalische Leben etabliert.
Gleichzeitig ist die Konzertkirche Teil eines Verbundes zentraler Veranstaltungsorte, die das Stadtleben in Neubrandenburg prägen. Gemeinsam mit dem Haus der Kultur und Bildung (HKB), dem Jahnsportforum und der Stadthalle stehen diese Häuser für die Vielfalt von Kultur-, Sport- und Veranstaltungsformaten in der Stadt und für die Leistungsfähigkeit der städtischen Infrastruktur.
„Das Veranstaltungsjahr 2026 in der Veranstaltungszentrum Neubrandenburg GmbH ist gespickt mit musikalischen, sportlichen und unterhaltsamen Highlights. Gäste dürfen sich nicht nur auf Schlager, Pop, Tanz und große Showevents freuen. Auch Comedy spielt eine immer größere Rolle“, sagt Melanie Jendro, Geschäftsführerin der Veranstaltungszentrum Neubrandenburg GmbH (VZN). „Im Mittelpunkt steht 2026 natürlich die Konzertkirche Neubrandenburg. Seit 25 Jahren ist sie ein Ort des Staunens – für Gäste ebenso wie für Künstlerinnen und Künstler. Ihr zeitloses Design, die besondere Akustik und die moderne technische Ausstattung machen sie einzigartig. Mit viel Herz entwickeln wir ein Programm, das Tradition bewahrt und mit neuen Formaten gezielt neue Zielgruppen anspricht.“
Ein Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist ein Festkonzert am 16. Juli 2026, das die Konzertkirche bewusst in den Stadtraum öffnet. Die von der Veranstaltungszentrum Neubrandenburg GmbH entwickelte Idee verbindet ein Konzert der Neubrandenburger Philharmonie mit einer Live-Übertragung nach draußen und lädt so zu einem gemeinsamen Klassik-Open-Air an der Konzertkirche ein.
Ein weiterer Schwerpunkt des Kulturjahres 2026 ist das 75-jährige Jubiläum der Neubrandenburger Philharmonie, die seit Jahrzehnten das musikalische Profil der Stadt prägt und fest mit der Konzertkirche als Spielstätte verbunden ist. Als Orchester der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz steht die Philharmonie für eine kontinuierliche künstlerische Arbeit, die weit über die Stadtgrenzen hinaus wahrgenommen wird.
„Ein Jubiläum ist für uns vor allem ein Moment der Auseinandersetzung“, sagt Sven Müller, Intendant der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz. „Es geht darum, das Orchester als lebendigen Teil der Stadt zu zeigen – mit Programmen, die Tradition ernst nehmen und zugleich neue Perspektiven eröffnen.“
Die enge Verbindung zwischen künstlerischer Arbeit und zentralen Veranstaltungsorten wird im Jubiläumsjahr auch programmatisch sichtbar. Ein Beispiel dafür ist das Festkonzert der Neubrandenburger Philharmonie am 16. Juli 2026 in der Konzertkirche.
Kulturelle Arbeit als dauerhafte Aufgabe der Stadt
Jenseits von Jubiläen und den zentralen Kultur- und Veranstaltungsorten tragen die städtischen Kultureinrichtungen – Kunstsammlung, Regionalmuseum, Regionalbibliothek, Stadtarchiv – sowie der Bereich Gedenkarbeit das kulturelle Leben in Neubrandenburg dauerhaft. Mit ihren Angeboten begleiten sie gesellschaftliche Entwicklungen, vermitteln Geschichte und Gegenwart und schaffen Räume für kulturelle Bildung, Austausch und Reflektion. Dabei erweitern sie ihr Angebot zunehmend um neue, alltagsnahe Formate. So erprobt die Regionalbibliothek mit der „Bibliothek der Dinge“ ein Angebot, bei dem nicht nur Medien, sondern auch praktische Alltagsgegenstände ausgeliehen werden können.
„Die städtischen Kultureinrichtungen leisten kontinuierliche Arbeit für die Stadtgesellschaft“, sagt Birger Maßmann, amtierender Fachbereichsleiter Schule, Kultur & Sport in der Stadtverwaltung. „Sie ermöglichen kulturelle Bildung, historische Einordnung und öffentliche Auseinandersetzung – verlässlich, fachlich und für unterschiedliche Zielgruppen zugänglich.“
Schwerpunkte 2026 der städtischen Kultureinrichtungen (Auswahl):
- Kunstsammlung Neubrandenburg: Ausstellung „Wohnkomplex – Neubrandenburg“ als künstlerische Auseinandersetzung mit Stadt, Architektur und Lebensrealitäten (im Rahmen des Projekts „Ostmoderne“ (Laufzeit der Ausstellung: 14. Mai – 2. August 2026)
- Regionalmuseum Neubrandenburg: Ausstellung „Bräuche, Rituale und allerlei Magisches“ mit kulturgeschichtlichem Fokus auf Volksglauben, Sagenwelten und überlieferte Rituale. (Laufzeit der Ausstellung: 30. Oktober 2026 – 18. April 2027)
- Regionalbibliothek Neubrandenburg: literarische Begegnungen und Diskussionsformate zu gesellschaftlichen Themen, darunter die Eröffnung des Neubrandenburger Bücherfrühlings mit einer Lesung des Schauspielers und Autors Sabin Tambrea aus seinem Roman „Vaterländer“, ergänzt durch weitere Veranstaltungsreihen wie den Bücherherbst sowie Angebote für unterschiedliche Altersgruppen.
- Stadtarchiv Neubrandenburg: Vermittlungsangebot und Vortragsformat zu dem außergewöhnlichen Kriminalfall aus der Stadtgeschichte: Dorothea Götterich (Herbst 2026).
- Städtische Gedenkarbeit: Open-Air-Ausstellung „Im Objektiv der Staatsmacht. Fußballfans im Blick von Volkspolizei und Stasi“ im öffentlichen Raum – zur Beobachtung und Verfolgung von Fußballfans in der DDR und zu Mechanismen von Überwachung und Repression. (Laufzeit der Ausstellung: 21. Mai – 21. Juni 2026)
Open-Air- und Stadtraumformate
Konkret wird die kulturelle Arbeit auch in Open-Air- und Stadtraumformaten sichtbar. Veranstaltungen wie das Osterfeuer im Frühjahr, die Fête de la Musique, das Vier-Tore-Fest und die Open-Air-Konzerte im Sommer sowie der Weberglockenmarkt machen Kultur im öffentlichen Raum erlebbar und prägen das Stadtleben über das ganze Jahr hinweg. Ein Großteil dieser Formate wird durch die Veranstaltungszentrum Neubrandenburg GmbH umgesetzt. Mit den jährlichen Stadtteilfesten Datzeberg, Nordstadt, Oststadt und Südstadt, den zahlreichen Innenstadt- und Sportveranstaltungen sowie beispielsweise den Frauenaktionswochen (März) und Interkulturellen Wochen (September/Oktober) ergänzen sie das Kulturangebot der Stadt um öffentliche und gemeinschaftsstiftende Veranstaltungen.
Gemeinsamer Auftritt als Signal
Der gemeinsame Pressetermin verdeutlicht den Anspruch, Kultur in Neubrandenburg stärker abgestimmt und im Zusammenwirken der beteiligten Akteure zu präsentieren, etwa durch gemeinsame Anlässe, abgestimmte Kommunikation und eine stärkere Sichtbarkeit der Inhalte. Ziel ist es, die vorhandene Vielfalt sichtbar zu machen und Kultur als Bestandteil der Stadtentwicklung zu festigen.
Alle Veranstaltungen auf einen Blick: www.neubrandenburg.de/veranstaltungen
Einen Überblick über das vielfältige Veranstaltungsangebot Neubrandenburgs bietet der offizielle Online-Veranstaltungskalender der Stadt. Der Kalender steht allen Veranstalterinnen und Veranstaltern offen und kann kostenfrei genutzt werden, um eigene Veranstaltungen einzutragen und sichtbar zu machen.