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Die vier Tore

Den Höhepunkt der mittelalterlichen Wehranlage bilden die vielgerühmten vier Stadttore. Sie geben Neubrandenburg auch den Beinamen "Stadt der vier Tore". Die zunächst hölzernen Verbindungstore zwischen Stadtinnerem und Außenwelt wurden Anfang des 14. Jahrhunderts nach und nach durch die heutigen Backsteinbauten ersetzt. Ihre Verteidigung oblag den vier Hauptzünften unter Leitung der vier Bürgermeister, die sich im Mittelalter die Regierung der Stadt teilten. Mit der Gründung des Herzogtums Mecklenburg-Strelitz wurden im 18. Jahrhundert in alle vier Toranlagen ein Zollhaus für den fürstlichen Steuereinnehmer und ein Torwächterhaus eingefügt: kleine Fachwerkbauten, die sich dicht an die Zwingmauern schmiegen. Bemerkenswert ist, dass noch bis zum Jahre 1863 in Neubrandenburg Torzwang bestand. Abends wurden die Tore geschlossen und erst am folgenden Morgen war ein Passieren der Stadtmauer wieder möglich.