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November 2019 - Ehrenmale - Neuer Friedhof

Neben der Entstehungsgeschichte des Neuen Friedhofes in den 1920er Jahren bilden auch die nach 1945 entstandenen baulichen Anlagen eine prägende Zeitschicht. Dabei handelt es sich insbesondere um Gedenkarchitekturen und Ehrenmale.

Im südlichen Bereich der Mittelachse des Friedhofes liegt der Sowjetische Ehrenfriedhof, auf dem 361 Rotarmisten begraben wurden, von denen die Mehrzahl bis heute namentlich nicht bekannt ist. Hier befindet sich ebenfalls die Bronzeskulptur „Trauernde Mutter“ von René Graetz aus dem Jahr 1958. Entlang des Weges in Richtung erinnern Betonsockel mit Jahreszahlen an die Kriegsteilnahme der Sowjetunion von 1941 bis 1945. Auf einer inzwischen veränderten aber bis heute platzartig erscheinenden Freifläche im südlichen Bereich des Friedhofes befindet sich eine am 9. Mai 1975 eingeweihte aufragende Betonplastik, die unter maßgeblicher Beteiligung des Künstlers Arnd Wittig entstand: das Sowjetische Ehrenmal.

Außerhalb der historischen Friedhofsgrenzen liegt auf einem Plateau mit Ausblick in das Lindetal das ebenfalls von Wittig gestaltete und 1972 der Öffentlichkeit übergebene, jedoch unvollständig gebliebene, Antifaschisten-Denkmal (auch Ehrenmal für die Kämpfer gegen Reaktion und Faschismus oder „Die Unbeugsamen“). Südwestlich der Friedhofsgrenzen wurden weibliche KZ-Häftlinge begraben, die während der Evakuierung aus dem KZ Ravensbrück im April 1945 bei Neubrandenburg umgekommen sind. An sie erinnern eine Betonskulptur und ein Ehrenmal in Form einer Frauenplastik mit Kind.