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Ehrenamt

In jedem Jahr ehrt die Stadt Neubrandenburg anlässlich ihres Gründungstages bei einem Bürgerempfang Menschen, die sich in hervorragender und uneigennütziger Art und Weise im Ehrenamt für die Gesellschaft einsetzen.

Auch 2023 sollen Einwohnerinnen und Einwohner, die sich mit ihrer Arbeit zum Wohle der Stadt besonders hervorgetan haben, während des Bürgerempfangs am 4. Januar eine Anerkennung durch den Stadtpräsidenten und den Oberbürgermeister erhalten. Diese Auszeichnung geht mit einem Eintrag in das Ehrenbuch der Stadt einher.

Vereine, Verbände und Initiativen sind deshalb aufgerufen, Vorschläge zu unterbreiten, wer für diese Ehrung in Frage kommen könnte.

Es wird darum gebeten, den entsprechenden Antrag auf Würdigung des Ehrenamtes bis zum 31. Juli 2023 schriftlich für das Präsidium der Stadtvertretung im Büro der Stadtvertretung einzureichen.

Geehrte im Jahr 2023

Langjährige Tradition ist es, dass auf dem Bürgerempfang Menschen gewürdigt werden, die sich in hervorragender und uneigennütziger Art und Weise im Ehrenamt für die Gesellschaft und für das Gemeinwohl einsetzen.

„Ein Ehrenamt ist weitaus mehr als ein Hobby, dem man in der Freizeit nachgeht. Das Ehrenamt ist vielmehr eine unverzichtbare Stütze unserer Gesellschaft in der heutigen Zeit, die so hektisch, schnelllebig, digitalisiert ist“, so Jan Kuhnert, Stadtpräsident der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg. „Menschen mit einem Ehrenamt setzen sich freiwillig und ohne eine materielle Gegenleistung zu erwarten, für andere Menschen ein, sie sind solidarisch und geben leidenschaftlich und selbstlos Unterstützung dort, wo sie gebraucht werden.“


Stellvertretend für die vielen Engagierten in der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg wurden geehrt:

  • Sigurd Zahmel, Tollense-Schützenzunft Neubrandenburg von 1700 e. V.          
  • Helga Emmaus, Volkssolidarität Nordost e. V. Ortsgruppe 3a
  • Jette Elftmann, Kreisverband Neubrandenburg des DRK e. V.
  • Rainer Walter, 1. FC Neubrandenburg 04 e. V.
  • Peter Harbarg, Neubrandenburger Wanderfreunde e. V.

Geehrte im Jahr 2022

Würdigung des Ehrenamtes durch die Stadtvertretung der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg am „Tag der Vereine“, Sonnabend, den 3. September 2022

Die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg ehrt in jedem Jahr anlässlich ihres Gründungstages am 4. Januar bei einem Bürgerempfang Menschen, die sich in hervorragender und uneigennütziger Art und Weise im Ehrenamt für die Gesellschaft einsetzen.

Der Bürgerempfang konnte am 4. Januar 2022 wegen der einzuhaltenden Maßnahmen zum Schutz vor einer Ausbreitung der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Es wurde daher der „Tag der Vereine“ am 3. September genutzt, um diejenigen Personen zu ehren, die von Vereinen und Initiativen für diese Auszeichnung vorgeschlagen und in der Sitzung der Stadtvertretung am 14. Oktober bestätigt wurden.


Es wurden ausgezeichnet:

Karin Fuhrmann, Markus Bitto (hatte sein Kommen abgesagt und erhielt Urkunde und Anerkennung von der Sparkasse per Post), Jörg Heemann, Joel Ilchmann und Sebastian Zaddach.

Karin Fuhrmann
wurde vom Vorstand des „Gesellschaft der Liebhaber des Theaters“ e. V. vorgeschlagen.

Frau Fuhrmann engagiert sich seit mehr als 30 Jahren für die Gesellschaft der Liebhaber des Theaters und hat den Verein mit viel Ehrenamt mit aufgebaut. Bis 2016 war sie hauptberufliche Projektleiterin in der GLT und ergänzte ihre Teilzeitstelle mit unzähligen Ehrenamtsstunden.

Ob Straßentheateraktionen, Puppenbühne, Märchentheater, Öffentlichkeitsarbeit, Vereins-IT – Buchhaltung oder Vorstand - nach wie vor ist Frau Fuhrmann – gemeinsam mit ihrem Ehemann Bernd für die GLT ehrenamtlich in Aktion. Beide haben ihre Schaffenskraft dem Erhalt und Erfolg des Amateurtheaters in Neubrandenburg gewidmet. Ein besonderes Anliegen war dabei immer, für Kinder und Jugendliche durch das Theater Möglichkeiten zu schaffen, um Gemeinschaft und Sinn zu finden und zu wachsen. Ob Proben vom Krankenbett aus oder Begleitung von langen bzw. nächtlichen Fahrten zu Auftritten und Festivals – für die GLT wurden die persönlichen Belange oft zurückgestellt.

Das Jugendkabarett „Tollense-Stichlinge“ wurde von Karin Fuhrmann seit 1987 bis 2019 durchgehend geleitet und wird noch heute ehrenamtlich bei der Textarbeit, beim Inszenieren und bei Auftritten begleitet.

Die Theaterzeit mit Karin (und Bernd) Fuhrmann war für viele Kinder und Jugendliche wie ein zweites Zuhause und eine wichtige Ressource für ihr Leben.

Jörg Heemann
Der Vorschlag wurde vom Vorstand des Neubrandenburger Museumsvereins e. V. mit folgender Begründung unterbreitet:

Herr Heemann ist neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit im sozialen Bereich seit einigen Jahren ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger in M-V mit Schwerpunkt Raum Neubrandenburg. Er wendet dafür mehrere Stunden pro Woche auf. Seine ehrenamtliche Tätigkeit steht unter dem hohen ethischen Ansatz, die archäologischen Spuren der lokalen Geschichte unserer Vorfahren für kommende Generationen zu sichern.

Um sich entsprechendes Rüstzeug anzueignen, besuchte er dafür, neben seinen autodidaktischen Studien der archäologischen Fachliteratur, zahlreiche Weiterbildungsveranstaltungen der archäologischen Gesellschaft M-V und nimmt an Einsätzen des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege (z. B. Notbergungen) teil.

Damit ist er begehrter Ansprechpartner einer wachsenden Gruppe von Detektorgängern, die durch sein Vorbild den Weg zur legalen Erforschung und damit zum Erhalt der heimischen Bodendenkmale finden.
Er ist einer der aktivsten Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Ur- und Frühgeschichte beim Museumsverein Neubrandenburg. Herr Heemann war zuletzt maßgeblich an der Planung und Durchführung der archäologischen Exkursion nach Sachsen-Anhalt im Oktober 2020 beteiligt.

Seit 2017 ist er im Vorstand des Museumsvereins Neubrandenburg tätig. Er engagiert sich darüber hinaus bei der Vorbereitung von Ausstellungen und Veranstaltungen des Regionalmuseums. So wirkte er enthusiastisch an der Ausstellung „Auf Spurensuche ,abgestaubt"' anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Wiedergründung des Neubrandenburger Museumsvereins mit.

Joel Ilchmann und Sebastian Zaddach
Herr Ilchmann und Herr Zaddach wurden vom Vorstand des polylux e. V. vorgeschlagen.

Durch das ehrenamtliche Engagement von Herrn Zaddach wurde im Jahr 2014 der Datzeberger Stadtteilchor "schall.platte" unter dem Dach des polylux e. V. gegründet.

Die „schall.platte" ist ein generationenübergreifendes Musikangebot, zu dem jeder ab 16 Jahren herzlich eingeladen ist. In einem Probenzeitraum von ca. vier Monaten werden wöchentlich zumeist bekannte Lieder aus dem Radio gemeinsam einstudiert. Es folgt dann eine Generalprobe und ein abschließendes Konzert, bei dem die Teilnehmenden die Möglichkeit bekommen, ihr Gelerntes zu präsentieren. Nach einer Abschlussfeier, bei der die Erfolge gebührend gefeiert werden und einer kreativen Pause beginnen die wöchentlichen Proben aufs Neue für das nächste Konzert.

Von Beginn an leitet Herr Zaddach gemeinsam mit Herrn llchmann diesen Chor mit viel Herzblut und Hingabe völlig unentgeltlich.

In diesen fünf Jahren wuchs das Chorprojekt immer weiter und hatte zuletzt ca. 25 Teilnehmende. Durch die freiwillige Arbeit der beiden zu ehrenden Chorleiter konnten unfassbare 108 Probetreffen gegeben, acht Konzerte aufgeführt, eine Hamburg-Tournee mit Open Air-Auftritten bestritten, zwei Musikvideos gedreht und ein Dokumentarfilm veröffentlicht werden.

Der Chor "schall.platte" ist enorm öffentlichkeitswirksam und weit über Neubrandenburgs Grenzen hinaus bekannt.

Mit ihrem Engagement fördern Herr Zaddach und Herr llchmann natürlich die Teilnehmenden des Chors, indem sie "ihnen ihre Stimmen zurückgeben" und sie dabei unterstützen, ihre Potentiale weiterzuentwickeln. Sie fördern aber auch eine gute Nachbarschaft im Stadtteil, indem sie mit ihrer Chorarbeit ein Gemeinschaftsgefühl stärken. Und nicht zuletzt leisten sie damit unbezahlbare Lobbyarbeit für den Datzeberg, der sonst eher selten eine so positive öffentliche Aufmerksamkeit erfährt.

Markus Bitto
Der Vorschlag wurde vom Vorstand des Dreikönigsvereins Neubrandenburg e. V. unterbreitet.

Herr Markus Bitto wurde anlässlich des 30. Jubiläum des Dreikönigsverein Neubrandenburg e.V. vorgeschlagen, da er sich stets für die Ziele des Vereins, soziale und christliche Initiativen zu unterstützen und dies über konfessionelle Grenzen hinweg, unabhängig von politischen Parteien und im Geist von Demokratie und Toleranz, unermüdlich einsetzt und dies immer im Zeichen der Ökumene, christlich-humanistischer Kunst, Kultur und Bildung fordert sowie für eine umfassende Völkerverständigung eintritt.

Herr Bitto hat das Profil des Dreikönigsvereins als Mitglied und Geschäftsführer seit 2006 wesentlich geprägt.
Der Verein hat mehr als 250 Mitglieder, vorwiegend aus Mecklenburg-Vorpommern und fünf weiteren Bundesländern. Der Verein ist in unserer Region, dem Land Mecklenburg­Vorpommern und auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt und sein vielfältiges Wirken wird als regionaler Leuchtturm wahrgenommen, den der Vorgeschlagene mit großem Engagement betreut und leitet. Herr Markus Bitto ist vor allem für folgende Aufgaben verantwortlich:

Er betreut die Mitglieder des Dreikönigsvereins Neubrandenburg. Er trägt im Rahmen seiner Geschäftsführertätigkeit die Verantwortung für die Feier des Dreikönigstages (6. Januar). Herr Markus Bitto ist verantwortlich und leitet den Philosophischen Gesprächskreis des Dreikönigsvereins in Zusammenarbeit mit dem Thomas-Morus-Bildungswerk. Herrr Markus Bitto ist mitverantwortlich für die Koordinierung der sozialen Aktivitäten des Dreikönigsvereins, besonders der Hospizarbeit. Der ambulante Hospizdienst betreute in den 25 Jahren seines Bestehens mehr als 1.000 sterbenskranke Menschen mit etwa 35 ehrenamtlichen Mitarbeitern. Im stationären Dreikönigshospiz wurden seit 2003 2000 Menschen liebevoll betreut.

Herr Markus Bitto ist verantwortlich für die Organisation der Jugendreisen des Vereins nach Israel. 500 Jugendliche beider Konfessionen und „suchende" Jugendliche" werden mit Geistlichen beider Konfessionen ins Heilige Land gesandt und haben die Möglichkeit, bei einem hoch kulturvollen Angebot biblische Stätten kennenzulernen und durch den Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem auch ein klares Zeichen gegen rechtsextreme und rassistische Tendenzen in unserer Gesellschaft zu setzen.
Herr Markus Bitto ist verantwortlich für die Kooperation mit der Dreikönigsstiftung und damit auch für die Verleihung des Siemerling-Sozialpreises des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Geehrte im Jahr 2021

Stadtpräsident Dieter Stegemann:

Christa Grund
Christa Grund engagiert sich seit vielen Jahren in unterschiedlichsten Bereichen ehrenamtlich. Sie hat viele Jahre als Ratsfrau in der Stadtvertretung gearbeitet, im FDGB-Chor und später im Volkschor gesungen und ist aktives Mitglied im Polizeisportverein. Seit 13 Jahren leitet Christa Grund die Ortsgruppe 9 der Volkssolidarität in Neubrandenburg. Sie bereichert die monatlichen Veranstaltungen mit eigenen Beiträgen, organisiert Vorträge sowie musikalische und kulturelle Begegnungen in der Kunstsammlung, im Regionalmuseum, dem Literaturzentrum im Brigitte-Reimann-Literaturhaus, mit der EUROPA-Union sowie dem URANIA-Zentrum. Sie ermöglichte Konzertbesuche zum Tag der Deutschen Einheit und zu Orgelkonzerten in der Konzertkirche. In guter Zusammenarbeit mit den hiesigen Reiseunternehmen organisiert sie Tagesreisen und Schiffsausflüge. Die 65 Mitglieder der Ortsgruppe 9 der Volkssolidarität Nordost e.V. bedanken sich für den Einsatz von Christa Grund und haben sie gern für eine Würdigung ihrer ehrenamtlichen Arbeit vorgeschlagen.

Andreas Jordan
Andreas Jordan wurde für die Anerkennung seiner ehrenamtlichen Arbeit in dieser Form vom Freien Fanfarenzug Neubrandenburg Stadt 1980 e. V. vorgeschlagen.
Andreas Jordan wurde 1985 Mitglied im Freien Fanfarenzug Neubrandenburg und zeigte sich in allen Jahren seiner Mitgliedschaft immer mehr mit dem Verein verbunden. Im Jahr 2011 wurde er in die verantwortungsvolle Position des Vereinsleiters gewählt und steckt seit dieser Zeit mit Herzblut seine Freizeit und vieles mehr in die Arbeit für den Verein. Die Kinder- und Jugendarbeit, die Musik und damit auch der Fortbestand des Vereins stehen in seinem Leben beinahe immer an erster Stelle. In jedem Jahr wird es schwerer, die notwendigen Mittel für die Vereinsarbeit, sei es für die Ausrüstung oder auch für Freizeitaktivitäten, zu beschaffen. Dafür sammelt er nach einem anstrengenden Arbeitstag z.B. noch Papier, Altkleider oder auch Bücher.
Ein besonderes Anliegen ist für Herrn Jordan die jährliche Spendengala zu Ehren der José-Carreras-Leukämie-Stiftung, die sowohl ein Erlebnis für Groß und Klein ist, aber auch einen sehr wichtigen und hoffnungstragenden Zweck erfüllt. Nahezu das ganze Jahr über steckt Herr Jordan Zeit, Nerven und Anstrengungen in die Organisation dieses Ereignisses – es müssen Sponsoren und Tombola-Preise gefunden, Teilnehmer und Gäste eingeladen und Werbemaßnahmen ergriffen werden. Ohne Andreas Jordan wäre der Verein nicht denkbar.

Anke Jurchen
Anke Jurchen leitet seit 20 Jahren den Förderverein der Grundschule Süd e. V.
Sie hatte maßgeblichen Anteil an der Erarbeitung des Schulkonzeptes mit seiner sportlichen und gesundheitsorientierten Ausrichtung. Während des Mentorings für eine wissenschaftliche Arbeit lernte sie die Grundschule Süd kennen und entschied sich, das Schulkonzept „Gesund und fit durch Schule“ aktiv zu begleiten. Also nicht persönliche Motive, sondern das Wohlergehen aller Kinder dieser Grundschule waren die Beweggründe für Anke Jurchens Mitarbeit im Förderverein, den sie seit 2001 äußerst professionell als Vorsitzende führt. Bereits zu Beginn ihrer Tätigkeit war die Erstellung einer sachgemäßen Satzung eine große Herausforderung. Anke Jurchen investiert einen hohen Anteil ihrer Freizeit, um den wiederkehrenden Vereinsaufgaben gerecht zu werden, wie dem Schreiben von Anträgen, der qualifizierten Buchführung, der Erstellung von Verwendungsnachweisen für die Abrechnung von Zuschüssen, die Durchführung von Mitgliederversammlungen und die Präsentation des Vereins in der Öffentlichkeit. Wiederholt führte sie Seminare und Fortbildungen für Eltern und das Schulpersonal zum Thema Bewegung und Gesundheitsförderung ehrenamtlich durch.

Ute Kraft
Der Vorschlag für die Würdigung der ehrenamtlichen Arbeit von Ute Kraft wurde vom Eine Welt – Nueva Esperanza e. V. unterbreitet. Dieser gemeinnützige Verein ist Träger des Weltladens in Neubrandenburg. Dort werden fair produzierte und gehandelte Waren aus aller Welt angeboten. Der Verein realisiert Bildungsprojekte und unterhält Netzwerkkontakte zu gleichgesinnten Vereinen und Institutionen. Ute Kraft ist seit dem Jahr 2000 Mitglied des im Jahr 1992 gegründeten Vereins und hat dort 15 Jahre als Vorstandsvorsitzende gewirkt. Ute Kraft übte ihr Ehrenamt neben Schichtarbeit im Pflegedienst, familiären Herausforderungen und trotz späterer eigener Erkrankung verantwortungsvoll aus. Im Vorschlag des Vereins heißt es: „Sie pflegte den Zusammenhalt des Vereins und stand in schwierigen Zeiten mit Optimismus und Sachlichkeit zur Seite.“

Peter Lippold
Peter Lippold ist Gründungsmitglied des Fördervereins „Freunde der Gesamtschule e. V. der IGS „Vier Tore“, der ihn auch für diese Würdigung vorgeschlagen hat.
Der Verein wurde am 27. Oktober 1993 gegründet, von 1997 bis 2012 war Peter Lippold Vorsitzender des Vereins und ist bis heute Mitglied des Vorstandes.
Er erfand, er förderte und er unterstützt bis heute zahlreiche Projekte und Veranstaltungen, die die Gesamtschule nur über den Förderverein anbieten konnte. Zu nennen wären die jährliche Auszeichnung der besten Schulabgänger, Schüleraustausche mit Norwegen, Polen, Dänemark, Schweden, Lerncamps in den Sommerferien, schulische Wettbewerbe unterschiedlicher Art, die Entwicklung eines Schul-Logos, Kooperationen mit dem Regionalmuseum, dem Fraueneinfälle NB e. V., der Theater und Orchester GmbH, dem Präventionsrat und vielen weiteren Institutionen.
Auch die Erringung des Titels „Schule ohne Rassismus“, die Verbesserung der Ganztagsausstattung der Schule, die Mitarbeit der Schule beim Stadtteilfest der Südstadt und vieles mehr gehen auf die Initiativen und den ehrenamtlichen Einsatz von Peter Lippold zurück.

Oberbürgermeister Silvio Witt würdigt ein Neubrandenburger Unternehmen für sein wirtschaftliches und soziales Engagement zum Wohle der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg

Das Duden Institut für Lerntherapie Neubrandenburg wird als Franchiseunternehmen von Kathrin Ader betrieben. Es bietet Menschen mit Lernschwierigkeiten individuelle Hilfe und fördert Kinder und Jugendliche mit Rechenschwäche, Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) oder LRS in Englisch. Grundlage der Förderung ist das Konzept der integrativen Lerntherapie. Es verbindet die jeweilige Fachdidaktik mit passenden Methoden aus der Spiel-, Ergo- und Familientherapie.
Das Unternehmen zeichnet sich insbesondere durch seinen Beitrag zur Inklusion im Sinne von bestmöglicher individueller Entfaltung statt Erfüllung vorgegebener gesellschaftlicher Leistungsparameter aus.
Sowohl nach außen durch die Formen der angebotenen Dienstleistungen und des vielfältigen Engagements der Unternehmerin Kathrin Ader, aber auch nach innen durch den Umgang mit den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern leistet das Unternehmen einen wertvollen Beitrag zur sozialen Entwicklung der Stadt.
Im Rahmen von Mitgliedschaften und Kooperationen unterstützt das Unternehmen zahlreiche Vereine und Bildungseinrichtungen in Neubrandenburg. Das Duden Institut ist regelmäßiger Unterstützer der Initiative zur Förderung lernschwacher Kinder e. V. in Form von finanziellen Zuwendungen, kostenfreier individueller Beratungstätigkeit für Familien sowie die Gestaltung kostenfreier Elternabende durch Fachkräfte des Unternehmens in Schulen, Horten und Kitas.
Das Duden Institut sichert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen durch individuelle und flexible Arbeitszeitlösungen. Gesundheitsfördernde Maßnahmen am Arbeitsplatz, ein wertschätzendes Miteinander, Weiterbildungsmöglichkeiten, teambildende Freizeitmaßnahmen wie die gemeinsame Teilnahme an sportlichen Aktivitäten, z. B. dem Frauenlauf in Neubrandenburg sind nur einige Beispiele für das soziale Engagement des Unternehmens nach innen.


Viele Empfehlungen zur Würdigung des Ehrenamts beim Bürgerempfang bezogen sich in diesem Jahr auf ehrenamtliche Leistungen während der besonderen Zeit der Corona–Pandemie.

So schlägt der Förderverein des Albert–Einstein–Gymnasiums e. V. Mai Ngyen und Jonas Eckhardt vor.

Stadtpräsident Dieter Stegemann:

Mai und Jonas sind Schülerin und Schüler der 12. Klasse des Albert-Einstein-Gymnasiums. Sie stehen hier stellvertretend für alle diejenigen Schüler*innen der Oberstufe des AEG, die nach dem Beschluss der Schließung der Schulen in MV im März 2020 innerhalb weniger Tage eine Online-Plattform für den Distanzunterricht nutzbar gemacht, diese Plattform gepflegt, Lehrer*innen und Schüler*innen bei der Nutzung der Plattform angeleitet und unterstützt haben und die Nutzungsmöglichkeiten der Plattform kontinuierlich weiterentwickelt haben. Bereits am 3. Tag nach der Schulschließung wurde so die Durchführung von online-Unterricht in den Klassen der gymnasialen Oberstufe möglich. Durch die Plattform waren verschiedene Unterrichtsformen möglich. Die Mitglieder dieser Schüler*inneninitiative haben viel Zeit – neben ihren schulischen Aufgaben - aufgewendet, um die Plattform arbeitsfähig und störungsfrei zu halten und um während der gesamten Zeit praktische Hilfe für die Lehrkräfte anzubieten. Damit war es möglich, lebendigen und nachhaltigen Unterricht in und trotz Distanz durchzuführen.

Das Netzwerk Stadtteilarbeit, bestehend aus den Stadtteilbüros auf dem Datzeberg, der Südstadt und der Oststadt sowie dem Quartiersmanagement Nordstadt-Ihlenfelder Vorstadt schlägt die Ehrung von Marcos Atala, einem herausragenden unter vielen Mitwirkenden im Netzwerk NB HILFT 2.0 vor.

Stadtpräsident Dieter Stegemann:

Dieses Netzwerk wurde gegründet, als es wegen des Corona-Lockdown im März 2020 für viele Menschen, die einer Risikogruppe angehören, schwierig wurde, sich selbst zu versorgen. Bei NB HILFT 2.0 fanden sich sehr schnell und unkompliziert Bürger*innen Neubrandenburgs zusammen, um bei Einkäufen und durch praktische Hilfestellungen zu unterstützen.
Marcos Atala hat sich seit Gründung des Netzwerks bis heute mit hohem Engagement beteiligt. Mit großer Freundlichkeit, Ausdauer, mit Geduld und Verständnis hat er sich auch um ungewöhnliche Hilfewünsche gekümmert. Viele Neubrandenburger*innen konnten sich darauf verlassen, dass Marcos Atala zuverlässig hilft. Auch für das Organisationsteam, das seit dem Sommer 2020 vom Netzwerk Stadtteilarbeit unterstützt wird, ist Marcos Atala ein wichtiger Partner. Insbesondere der menschliche Kontakt ist Marcos Atala wichtig, oftmals hat ein Gespräch an der Wohnungstür den hilfebedürftigen Menschen geholfen, die Einsamkeit für kurze Zeit zu vergessen.
Das herausragende Engagement von Marcos Atala steht gleichzeitig beispielhaft für viele Engagierte des Netzwerks, die sich während der Corona-Krisenzeit selbstverständlich und selbstlos für andere einsetzen und zupacken, wenn Hilfe gebraucht wird.