Neue Sonderausstellung im Regionalmuseum widmet sich der Geschichte der höheren Schulen: »Gymnasium & Lyzeum - Schulhäuser mit Geschichte(n)« eröffnet am 4. Juli
Mit der Sonderausstellung „Gymnasium & Lyzeum – Schulhäuser mit Geschichte(n)“ lädt das Regionalmuseum Neubrandenburg vom 4. Juli bis 4. Oktober 2026 zu einer Zeitreise durch die Geschichte der höheren Bildung in der Vier-Tore-Stadt ein. Anlass sind gleich zwei historische Jubiläen: Vor 200 Jahren wurde in der Schulstraße ein neues Schulhaus für Jungen eröffnet, vor 110 Jahren entstand in der heutigen Lessingstraße ein neues Schulhaus für Mädchen. Die Ausstellung wird am Samstag, 4. Juli 2026, um 14:30 Uhr im Regionalmuseum eröffnet.
„Schule prägt Generationen“, sagt Claudia Hoffmann, Leiterin des Regionalmuseums Neubrandenburg. „Die Ausstellung zeigt, wie eng Bildungsgeschichte und Stadtgeschichte miteinander verbunden sind.“
Zwei Schulhäuser, zwei Jubiläen
Das eine Gebäude existiert heute nicht mehr, das andere wird wieder als höhere Bildungsstätte genutzt. Die Sonderausstellung nimmt diese Jubiläen zum Anlass, die Entwicklung der höheren Schulen in Neubrandenburg vom Mittelalter bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts nachzuzeichnen. Im Mittelpunkt stehen die Anfänge der Latein- und Gelehrtenschulen, die Entwicklung des humanistischen Gymnasiums sowie die Auswirkungen gesellschaftlicher und politischer Umbrüche auf den Schulalltag.
Historisches Klassenzimmer als besonderes Highlight
Ein besonderer Blickfang der Ausstellung ist ein detailgetreu eingerichtetes historisches Klassenzimmer aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es vermittelt einen lebendigen Eindruck davon, wie Schülerinnen und Schüler früher gelernt haben.
Darüber hinaus werden zahlreiche originale Exponate gezeigt, darunter historische Karten, Schulutensilien aus den Bereichen Chemie, Biologie und Physik, Fotografien von Lehrkräften und Schülern, Dokumente aus verschiedenen Epochen sowie Zeugnisse bekannter Absolventen der Stadt. Auch die Schulzeit während der beiden Weltkriege und historische Formen der Züchtigung werden thematisiert. Ergänzt wird die Ausstellung durch vertonte Zeitzeugenberichte aus dem Schulalltag des 18., 19. und 20. Jahrhunderts sowie historische Filmaufnahmen.
Umfangreiches Begleitprogramm
Zur Ausstellung bietet das Regionalmuseum ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen, Führungen, Ferienworkshops und einem Ferienkino an. Unter anderem spricht der Journalist und Autor Christian Stelzer über die Geschichte der höheren Schulen in Neubrandenburg sowie über den Schriftsteller Horst Blume. Für Kinder und Familien werden in den Sommerferien Workshops zur Kalligrafie und zum historischen Buchdruck angeboten.
Weitere Informationen zum Begleitprogramm sind auf der Internetseite des Regionalmuseums erhältlich.
Die Ausstellung auf einen Blick
- Gymnasium & Lyzeum – Schulhäuser mit Geschichte(n)
4. Juli bis 4. Oktober 2026 | Mittwoch – Sonntag 10:00 – 17:00 Uhr
Regionalmuseum Neubrandenburg
Eintritt: 6 Euro, als Kombiticket mit der Kunstsammlung 10 Euro
- Eröffnung:
Samstag, 4. Juli 2026, 14:30 Uhr
Regionalmuseum Neubrandenburg
Begleitprogramm
Vorträge
9. Juli 2026, 18:30 Uhr
„Als die Zeiten sich änderten“ – Neubrandenburgs höhere Schulen 1910–1950
mit Journalist und Autor Christian Stelzer
17. September 2026, 18:30 Uhr
„Dichter, Lehrer, Dissident“ – Horst Blume in Neubrandenburg
mit Journalist und Autor Christian Stelzer
Führungen durch die Sonderausstellung
13. August 2026, 14:00 Uhr
16. September 2026, 16:00 Uhr
Workshops in den Sommerferien
16. Juli 2026, 11:00–13:00 Uhr
Kalligrafie – die Kunst des Schönschreibens
12. August 2026, 11:00–13:00 Uhr
Museumsdruckerei – Workshop zum historischen Buchdruck
Ferienkino
19. August 2026, 10:30–12:30 Uhr
„Die dicke Tilla“ – DEFA-Schulfilm mit Kurzführung durch das historische Klassenzimmer
Hinweis: Das Ferienprogramm ist mit dem Familienpass kostenfrei nutzbar.