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Datum: 15.10.2026

Reparaturwerk Neubrandenburg im Fokus eines Vortrags im Stadtarchiv

Publizist Wolfgang Klietz beleuchtet die Geschichte des größten Rüstungsbetriebs der DDR – Zeitzeugen für geplante Veröffentlichung gesucht.

Das Reparaturwerk Neubrandenburg (RWN) war der größte Rüstungsbetrieb der DDR. Bis zu 5.000 Menschen waren in dem Werk am Tollensesee beschäftigt, in dem unter strenger Geheimhaltung Panzerfahrzeuge und Lastkraftwagen repariert und umgebaut wurden. Am Dienstag, 3. November 2026, um 18:00 Uhr beleuchtet der Publizist Wolfgang Klietz die Geschichte des RWN bei einem Vortrag im Stadtarchiv Neubrandenburg (Marktplatz 1). Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Werk spielte während des Kalten Krieges eine bedeutende Rolle in der Rüstungswirtschaft der DDR. Neben Aufträgen aus Staaten des Warschauer Paktes übernahm das RWN auch Arbeiten für Kunden aus anderen Teilen der Welt. Insbesondere in den 1980er-Jahren erwirtschaftete der Betrieb auf diese Weise wichtige Deviseneinnahmen. Aufgrund seiner militärischen Bedeutung stand das Werk nicht nur unter der Beobachtung des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, sondern auch im Interesse westlicher Geheimdienste wie dem Bundesnachrichtendienst (BND) und der amerikanischen CIA.

Wolfgang Klietz beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Geschichte des Kalten Krieges und der Rüstungsindustrie auf dem Gebiet des heutigen Mecklenburg-Vorpommern. Zu diesen Themen hat der Hamburger Publizist bereits mehrere Bücher veröffentlicht. In seinem Vortrag gibt er Einblicke in die Geschichte und die internationale Bedeutung des Reparaturwerks Neubrandenburg.

Zeitzeugen für geplante Publikation gesucht

Im Auftrag des Stadtarchivs Neubrandenburg ist zudem eine Veröffentlichung über die Geschichte des RWN geplant. Dafür sucht Wolfgang Klietz ehemalige Beschäftigte und weitere Zeitzeugen, die bereit sind, über ihre Erfahrungen und ihre Tätigkeit im Werk zu berichten.

Interessierte können sich per E-Mail an stadtarchiv@neubrandenburg.de wenden.