Verleihung des Annalise-Wagner-Preises 2026
Am 26. Juni 2026 fand die Verleihung des 35. Annalise-Wagner-Preises sowie des 11. Annalise-Wagner-Jugendpreises der Annalise-Wagner-Stiftung statt. Zahlreiche Gäste nahmen an diesem emotionalen, intensiven, musikalisch bewegenden, nachdenklichen und zugleich lebensbejahenden Nachmittag im Kulturquartier Neustrelitz teil.
Der Annalise-Wagner-Preis 2026 geht an die Berliner Autorin Helene Bukowski. Ausgezeichnet wird ihr Roman »Wer möchte nicht im Leben bleiben«, erschienen 2026 im Claassen Verlag. Literarischer Handlungsort ist zum großen Teil die Stadt Neubrandenburg. Die Laudatio hielt Kathrin Matern vom Frau Rilke Buchladen in Neustrelitz.
Der 11. Annalise-Wagner-Jugendpreis geht an die siebzehnjährige Schülerin Luise Hartke aus Neubrandenburg und ihre Erzählung „Wahltag. 15.03.2126«. Luise Hartkes kurzer, bildstarker Text spielt in einer dystopischen Szenerie, genau in 100 Jahren in ihrer Heimatstadt Neubrandenburg. Die Laudatio hielt Marvin Wils, Autor und Jugendpreisträger von 2018.
Musikalisch umrahmt wurde die Preisverleihung von Reinhard Bellmann (Violoncello), Solocellist der Neubrandenburger Philharmonie und Hannah Hauser (Klavier), Akademistin der Neubrandenburger Philharmonie.
Marco Zabel, stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender der Annalise-Wagner-Stiftung, führte durch den Nachmittag.
Vielen Dank an alle Beteiligten, die zum Gelingen dieser Preisverleihung beigetragen haben!
Wir danken auch der Sparkasse Neubrandenburg-Demmin, dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sowie dem Neubrandenburger Unternehmen new enerday GmbH für die finanzielle Unterstützung.
Die Annalise-Wagner-Stiftung ist ein testamentarisches Vermächtnis von Annalise Wagner (1903-1986) aus Neustrelitz. Ihr Testament legte den Grundstein für die erste nach 1990 neu entstandene Kulturstiftung in Mecklenburg-Vorpommern und eine der frühesten Stiftungsgründungen in den neuen Bundesländern. Als Stiftungszweck ist festgeschrieben, „die weitere Aufarbeitung der mecklenburgischen Kulturgeschichte zu unterstützen und zu fördern“. Dies geschieht insbesondere durch die Vergabe eines regionalen Literaturpreises an Texte mit Bezug zur historischen Region Mecklenburg-Strelitz oder an Autorinnen und Autoren aus dieser Region.