Stadtmarketing neu aufgestellt: Notartermin schafft formale Grundlage / Markenforum im März setzt inhaltlichen Startpunkt
Mit einem heutigen Notartermin wurde die formale Grundlage für die künftige Organisation des Stadtmarketings geschaffen. Der Gesellschaftsvertrag der Veranstaltungszentrum Neubrandenburg GmbH (VZN) wurde entsprechend angepasst. Damit kann die VZN künftig die strategische Führung des Stadtmarketings für die Vier-Tore-Stadt übernehmen.
Die Stadtvertretung hatte diesen Schritt bereits im Oktober 2025 beschlossen. Nach Prüfung der rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen und der Zustimmung der zuständigen Finanzbehörde ist die Aufgabenübertragung nun offiziell vollzogen.
Oberbürgermeister Nico Klose erklärt: „Stadtmarketing bedeutet Führung und klare Positionierung – es geht um Wirkung, nicht um Gestaltung allein. Wir wollen deutlich machen, wofür Neubrandenburg steht, was uns stark macht und wohin wir uns entwickeln wollen. Wenn Wirtschaft, Kultur, Tourismus und Stadtgesellschaft an einem Strang ziehen, entsteht Identifikation und echte Stärke für unsere Stadt. Das ist eine bewusste, wegweisende Entscheidung für die Zukunft.“
„Mit der Übertragung der Aufgaben ist für uns vor allem eine große Verantwortung verbunden – und zugleich eine wertvolle Chance, ergänzt Melanie Jendro, Geschäftsführerin der VZN. „In Neubrandenburg gibt es bereits heute viele engagierte Menschen, Initiativen und Einrichtungen, die unsere Stadt jeden Tag lebendig machen. Diese Kräfte möchten wir achtsam zusammenführen, Synergien nutzen und das, was bereits vorhanden ist, stärker sichtbar machen. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort ein authentisches und stimmiges Gesamtbild der Stadt zu entwickeln – eines, das die Vielfalt, die Stärke und den besonderen Charakter Neubrandenburgs widerspiegelt. Stadtmarketing verstehen wir dabei nicht als Einzelmaßnahme, sondern als langfristigen Prozess, der Wirtschaft, Kultur, Sport, Tourismus und Stadtgesellschaft miteinander verbindet und strategisch weiterentwickelt.“
Markenforum als inhaltlicher Auftakt
Der nächste zentrale Schritt ist das Markenforum am 12. und 13. März 2026. In diesem Rahmen werden Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Kultur, Sport, Verwaltung und Stadtgesellschaft gemeinsam an der zukünftigen Positionierung Neubrandenburgs arbeiten.
Das Markenforum bildet die Grundlage für die strategische Weiterentwicklung der Stadtmarke und definiert Leitlinien für das künftige Stadtmarketing. Die Ergebnisse werden öffentlich vorgestellt und fließen in die weitere Ausgestaltung der Aufgaben ein.
Was bedeutet das konkret?
Mit der Übertragung der Aufgaben wird das Thema Stadtmarketing künftig strategisch bei der VZN gebündelt. Ziel ist es, die Kräfte aus Kultur, Sport, Tourismus, Wirtschaft und Verwaltung stärker zu vernetzen und ein stimmiges Gesamtbild der Stadt nach innen und außen zu entwickeln.
Hierfür wurde innerhalb der VZN eine neue Leitungsfunktion für Marke und Marketing eingerichtet. Diese bündelt die strategische Steuerung des Themas und wird die inhaltliche Weiterentwicklung federführend koordinieren. Sie ist unter marketing@vznb.de erreichbar.
Gleichzeitig werden die konkreten Rollen, Prozesse und Zuständigkeiten in den kommenden Monaten schrittweise abgestimmt. Dabei bleibt die enge Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sowie mit bestehenden Partnerinnen und Partnern ausdrücklich bestehen. Bestehende Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bleiben bis auf Weiteres unverändert.
Weitere Schritte
In einem sogenannten Betrauungsakt werden nun die konkreten Aufgaben und Rahmenbedingungen der öffentlichen Leistungserbringung präzisiert. Parallel wird der Aufsichtsrat der Gesellschaft neu aufgestellt, um die strategische Entwicklung zu begleiten.
Mit der Anpassung des Gesellschaftsvertrages löst sich die VZN zugleich aus der bisherigen Struktur als Führungsgesellschaft der NEUWOGES. Das bestehende Dienstleistungsverhältnis bleibt jedoch weiterhin bestehen. Dadurch ist sichergestellt, dass die VZN auch künftig auf bewährte Dienstleistungen und Unterstützungsstrukturen der NEUWOGES zurückgreifen kann.
Im Laufe des Jahres 2026 ist zudem eine Umbenennung der Gesellschaft vorgesehen, um die erweiterte Aufgabenstellung auch im Namen sichtbar zu machen.