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Neubeginn nach 1945

Das Ende des Zweiten Weltkrieges brachte große Zerstörung und tiefgreifende Einschnitte in allen Lebensbereichen mit sich. Auch der Sport in Neubrandenburg musste sich neu organisieren. Dennoch kehrte er schrittweise in das gesellschaftliche Leben zurück.

Bereits im Juni 1945 fand ein erstes Fußballspiel statt: Eine Stadtauswahl trat gegen eine Mannschaft der Roten Armee auf dem ehemaligen Reitplatz am Pferdemarkt an.

Im September 1945 erließ die Landesverwaltung Mecklenburg Richtlinien zur Organisation neuer Sportstrukturen. Alle bestehenden und neu entstandenen Vereine wurden aufgelöst. Stattdessen entstanden unter kommunaler Verantwortung sogenannte „sportliche Interessengruppen“, die im Sinne eines gesellschaftlichen Neuanfangs wirken sollten.

Ab 1946 gewann die Freie Deutsche Jugend (FDJ)zunehmend Einfluss auf die Entwicklung des Sports. Sie entwickelte sich – unterstützt durch die sowjetische Besatzungsmacht – zu einer zentralen Organisation für den Aufbau einer einheitlichen Sportbewegung.

1947 wurde auf ihre Initiative hin die Sportgemeinschaft „Fritz Reuter“ gegründet – die erste organisierte Sportgemeinschaft in Neubrandenburg nach dem Krieg.

Mit der Gründung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) im Jahr 1946 verstärkte sich der politische Einfluss auf den Sport weiter. Bereits ab 1948 übernahm die Partei mit entsprechenden Richtlinien weitgehend die Kontrolle über den organisierten Sport in der sowjetischen Besatzungszone.