Feierliche Enthüllung einer Skulptur von Herbert Mehler
Die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg hat ein neues Kunstwerk im öffentlichen Raum eingeweiht: Am Samstag, 25. April 2026, wurde auf dem Vorplatz der Kunstsammlung Neubrandenburg die Skulptur „Colonna_4000_16 (2025)“ des Bildhauers Herbert Mehler der Öffentlichkeit übergeben.
Mit der Skulptur erhält Neubrandenburg ein neues, prägnantes Kunstwerk im öffentlichen Raum. Die rund vier Meter hohe, aus Edelstahl gefertigte und farbig gefasste Arbeit ist die erste farbige Skulptur des Künstlers im öffentlichen Raum.
Die Enthüllung erfolgte im Rahmen eines kleinen Festakts in Anwesenheit des Oberbürgermeisters Nico Klose sowie des Künstlers. Anlass war zudem der Abschluss des ersten Bauabschnitts der Straßensanierung in der Großen Wollweberstraße. Die Kunstsammlung Neubrandenburg lud an diesem Tag bei freiem Eintritt zum Besuch der aktuellen Sonder- und Dauerausstellungen ein.
Zum Künstler und Werk
Der 1949 geborene Bildhauer Herbert Mehler stellt mit seinem Werk „Colonna_4000_16“ die Säule als zentrales Gestaltungselement von Architektur und Kunst in den Mittelpunkt. Entlastet von ihrer ursprünglichen tragenden Funktion entwickelt er die Form zu einem eigenständigen, frei im Raum stehenden Körper weiter.
Die Skulptur erscheint als bikonkave, aus Edelstahl geschweißte Form mit regelmäßigen, spitz zulaufenden Faltungen. Sie wächst ohne Sockel unmittelbar aus dem Boden und strebt mit ihrer schlanken, aufgerichteten Gestalt nach oben. Trotz ihrer Größe und Materialität wirkt die türkis gefasste Oberfläche leicht und nahezu schwebend.
Der obere Querschnitt der Form öffnet sich sternförmig mit 16 Zacken und tritt visuell in Beziehung zum Himmel. Die Skulptur verbindet so den Stadtraum mit einer darüberliegenden, gedanklich erfahrbaren Ebene. In ihrer Wirkung erinnert sie zugleich an architektonische Elemente wie Gewölberippen sowie an organische Formen, etwa eine stilisierte Wasserfontäne.
Die Arbeiten Herbert Mehlers, der heute in Eisingen (Deutschland) und Kranidi (Griechenland) lebt und arbeitet, lassen bewusst unterschiedliche Assoziationen zu und entziehen sich einer eindeutigen Interpretation.